Affen in Costa Rica – Überall zu entdecken

Datum, 08.11.2014 | Stephan Martens

Es gibt vier Arten von Affen in Costa Rica. Das ist sicher keine rekordverdächtig hohe Zahl, aber schon wegen der geringen Größe des Landes beachtenswert. Costa Rica ist schließlich nicht größer als die Schweiz oder Niedersachsen. Weiter kenne ich kaum andere Länder, in denen sich dann verschiedene Affenarten so gut beobachten lassen, wie in Costa Rica.

Ein Weißschulterkapuzineraffe blickt direkt in die Kamera

Den Weißschulterkapuzineraffe sieht man in Costa Rica sehr häufig

Auf vielen unserer Costa Rica Reisen, insbesondere auf den von mir selbst geführten Naturreisen oder auch ornithologischen Rundreisen durch Costa Rica, begegnen wir somit zuweilen sogar allen vier Arten. Oft auf unseren Exkursionen in die Nationalparks Costa Ricas oder sogar von der Hängematte unserer schön und einsam gelegenen Unterkünfte aus können wir diese faszinierenden Tiere aus geringer Entfernung beobachten und fotografieren.

Die vier Arten von Affen in Costa Rica sind: Rotrücken-Totenkopfäffchen, Weißschulter-Kapuzinieraffe, Mantelbrüllaffe und Geoffroy-Klammeraffe. Im Nachfolgenden nun eine jeweils eine kurze Beschreibung:

Rotrücken-Totenkopfaffe

Ein Rotrücken-Totenkopfaffe sitzt auf einem Blatt.

Rotrücken-Totenkopfaffe

Wie heißt noch der Affe von Pipi Langstrumpf … ich habe es vergessen. Jedenfalls so einer ist der Totenkopfaffe Costa Ricas. Er ist der kleinste Vertreten der Affen in Costa Rica und misst gerade 30 cm (ohne Schwanz).

Im Englischen wird er Squirrel Monkey genannt, also Eichhörnchen Affe. Spanisch: Mono Titi. Er ist meist in Gruppen anzutreffen und leider relativ selten an der Pazifikküste in feuchten Wäldern.

Weißschulter-Kapuzineraffe

Ein Kapuzineraffe klettert einen Ast hoch.

Kapuzineraffe

Sie sind etwas größer und erreichen 46 cm; wieder und wie bei allen Säugetieren immer ohne Schwanz gemessen. Und sie sind wohl die lebhaftesten und auch frechsten unter den Affen in Costa Rica. Englisch: White faced Capuchin und spanisch Mono Cariblanca.

Die englischen Namen gebe ich hier mal an, weil es leider keine deutschen Bestimmungsbücher über Costa Ricas Tierwelt gibt. Der Weißschulter-Kapuziner lebt im ganzen Land und ich habe ihn sowohl im Trockenwald wie auch im Hochgebirge über 2.500 m gesehen.

Mantelbrüllaffen

Eine Familie Mantelbrüllaffen sitzt im Dickicht eines Baumes

Mantelbrüllaffen

Mantled Howler Monkey oder Mono Congo. Der lauteste Affe in Costa Rica, manche sagen das lauteste Landsäugetier überhaupt. Absolut beeindruckende Heul- und Brüllgeräusche geben diese Tiere von sich und wenn sie früh morgens um 5 Uhr in den Bäumen direkt über der Cabina (z. B. auf der Finca Cañas Castilla) loslegen, kann einem schon unheimlich werden.

Die ersten Europäer haben die Brüllaffen noch als Waldgeister gefürchtet. Sie sind ebenfalls gesellig, etwas träger und werden 55 cm groß.

Geoffroy-Klammeraffe

Ein Geoffroy-Klammeraffe schwingt sich durch die Äste eines Baumes

Geoffroy-Klammeraffe

Mit 63 cm sind sie die größten Affen in Costa Rica sowie die geschicktesten und schnellsten Kletterer. Sie erinnern an die Gibbons in Südostasien. Central American Spider Monkey nennen sie die Amis und Mono Colorado die Ticos. Wie auch die Brüllaffen kommen sie im ganzen Land vor, im Gebirge allerdings viel seltener.

Die Affen in Costa Rica sind schon für sich ein Grund für eine Rundreise durch die Schweiz Mittelamerikas!

Kleine Affen-Kunde zum Schluss: Neuweltaffen vs. Altweltaffen

Die Geografie bestimmt zwei getrennte Linien der Affen, die beide der Unterordnung Haplorhini angehören: Die Neuweltaffen aus Amerika, die Platyrhini, und die Altweltaffen aus Afrika und Asien, die man mit Menschenaffen und Menschen als Catarhini zusammenfasst. Neu- und Altweltaffen lassen sich am besten an Nasenform und Zahnschema unterscheiden.

Alle Neuweltaffen leben auf Bäumen und besitzen kräftige Greifschwänze. Auch die meisten Altweltaffen sind baumlebend, doch trägt keiner einen Greifschwanz und manche Arten leben teilweise am Boden. Einige Altweltaffen haben schwielige Polster am Rumpf, dies gibts bei keinem Neuweltaffen.

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