Affen in Costa Rica – Überall zu entdecken

Ein Kapuzineraffe in Costa Rica, der sich mit seinem schwarzen Fell und seiner weißen Haube an einem Ast festhält.
  • Es gibt vier Arten von Affen in Costa Rica: Rotrücken-Totenkopfaffe, Kapuzineraffe, Mantelbrüllaffen, Geoffroy-Klammeraffe
  • Das ist zwar auf den ersten Blick keine hohe Zahl, aber schon wegen der geringen Größe des Landes beachtenswert. Costa Rica ist schließlich nicht größer als die Schweiz oder Niedersachsen.
  • In nur wenigen Ländern lassen sich Affen so gut beobachten und fotografieren, wie in Costa Rica. Sie begegnen einem während einer Costa Rica Reise fast überall, sobald man abseits großer Straßen unterwegs ist – ein tolles Schauspiel, vor allem für Kinder – z.B. im Rahmen einer Costa Rica Familienreise.

Welche Affenarten gibt es in Costa Rica?

Die vier Arten von Affen in Costa Rica sind:

  • Rotrücken-Totenkopfäffchen
  • Weißschulter-Kapuzinieraffe
  • Mantelbrüllaffe
  • Geoffroy-Klammeraffe.

Im Nachfolgenden nun eine jeweils eine kurze Beschreibung:

Rotrücken-Totenkopfaffe

Kennen Sie noch Herr Nilsson von Pipi Langstrumpf? Genauso ein Affe ist der Totenkopfaffe. Er ist der kleinste Vertreter der Affen in Costa Rica und misst gerade 30 cm (ohne Schwanz). Im Englischen wird er Squirrel Monkey genannt, also Eichhörnchen Affe. Spanisch: Mono Titi.

Totenkopfaffe
Pipi Langstrumpf lässt grüßen: Der Rotrücken-Totenkopfaffe

Er ist meist in relativ großen Gruppen (manchmal bis zu 300 Tieren!) anzutreffen und „hängt“ gerne in mittleren Baumschichten herum, weil sie weder Baumwipfel noch Waldböden mögen.

Totenkopfaffen sind relativ zutraulich, auch Menschen gegenüber. Sie können aber auch genervt sein. Wenn man ihnen zu sehr auf die Pelle rückt, kann es passieren, dass man mit Nüssen und Früchten beworfen wird.

Totenkopfaffen gibt es eigentlich im ganzen Land, es vergeht also kaum eine Costa Rica Reise, bei der Sie nicht einer Totenkopfaffen-Herde über den Weg laufen.

Weißschulter-Kapuzineraffe

Kapuzineraffen können bis zu 46 cm groß werden (wie bei allen Säugetieren immer ohne Schwanz gemessen) und gehören zu den wohl lebhaftesten und auch frechsten Affen in Costa Rica. Ihren Namen verdanken Sie ihrem auffälligen Fell, das ihre Entdecker an die Kutten der Kapuzinermönche erinnerte.

Affen in Costa Rica
Weißschulter-Kapuzineraffe

Im Englischen werden die weißschuldrigen Kapuzineraffen übrigens als „White faced Capuchin“ und im Spanischen als „Mono Cariblanca“. Die englischen und spanischen Namen geben wir hier mal an, weil es leider (noch) keine deutschen Bestimmungsbücher über Costa Ricas Tierwelt gibt.

Der Weißschulter-Kapuziner lebt im ganzen Land – sowohl im Trockenwald als auch im Hochgebirge über 2.500 m. Auf einer Costa Rica Rundreise ist es sehr wahrscheinlich, einem Kapuzineraffen-Herde zu begegnen.

Meist hangeln sie sich in einer Horde von 20 bis 30 Tieren von einem Mangrovenbaum zum anderen. Dort, wo sich mehr Touristen tummeln, laufen sie einem eigentlich recht häufig über den Weg – so zum Beispiel im Manuel Antonio Nationalpark. Besucher sollten dort auch nicht allzu leichtfertig sein, denn Taschen und Rucksäcke sind auf der Suche nach Leckereien eine beliebte Beute.

Etwas scheuer sind sie in größeren Nationalparks, etwa bei einer Corcovado-Tour oder einem Besuch des Tortuguero Nationalparks. Aber auch dort braucht es nicht viel Geduld, um sie irgendwo in den Bäumen zu entdecken.

Mantelbrüllaffen

Mantled Howler Monkey oder Mono Congo. Der lauteste Affe in Costa Rica, manche sagen das lauteste Landsäugetier überhaupt. Sie sind ebenfalls gesellig, etwas träger und werden 55 cm groß.

Brüllaffen
Mantelbrüllaffen

Absolut beeindruckende Heul- und Brüllgeräusche geben diese Tiere von sich und wenn sie früh morgens um 5 Uhr in den Bäumen zum Beispiel im Corcovado oder Tortuguero Nationalpark loslegen, kann einem schon unheimlich werden. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber an diese fremdartigen Laute aus dem Urwald.

Die ersten Europäer haben die Brüllaffen noch als Waldgeister gefürchtet. Im ersten Moment klingt das Gebrüll tatsächlich auch bedrohlich. Dabei wolle die Waldbewohner nur miteinander kommunizieren und meistens Ihren Artgenossen einfach nur mitteilen, wo sie sich gerade aufhalten.

Geoffroy-Klammeraffe

Geoffrey-Klammeraffen sind mit 63 cm die größten Affen in Costa Rica. Klammeraffen (englisch „Spidermonkeys“, spanisch „Mono Colorado“) sind in Costa Rica die geschicktesten und schnellsten Kletterer. Mithilfe ihres Schwanzes und ihrer extrem langen Gliedmaßen können sie sich unglaublich flott von einem Ast zum anderen hangeln.

Wenn Sie einer Klammeraffen-Herde begegnen, nehmen Sie sich unbedingt Zeit diesem Schauspiel zuzuschauen. Es ist sehr eindrücklich, wenn 40 bis 80 Affen fast gleichzeitig auf Wanderung sind oder in den Bäumen spielen.

Klammeraffe
Geoffroy-Klammeraffe

Allerdings sind sie nicht so leicht zu entdecken. Klammeraffen kommen zwar im ganzen Land vor, wobei sie im Gebirge weniger verbreitet sind. Im Vergleich leben sie aber zurückgezogener als zum Beispiel Kapuzineraffen.

Tipp: Wenn Sie einen Ausflug in einer der vielen Nationalparks in Costa Rica planen, buchen Sie einen unserer orstkundigen Guide. Mit diesen ist es wahrscheinlicher, einer Affenherde zu begegnen, als wenn sie alleine unterwegs sind. Unsere Guides kennen das typische Gebrüll der Klammeraffen sehr gut und wissen meist, wo sie diese am besten sichten können. Sprechen Sie uns einfach an. Auf Wunsch können wir Ihnen auch einen deutschprachigen Reiseleiter organisieren.

Eine kleine Affen-Kunde zum Schluss: Neuweltaffen vs. Altweltaffen

Die Geografie bestimmt zwei getrennte Linien der Affen, die beide der Unterordnung Haplorhini angehören: Die Neuweltaffen aus Amerika, die Platyrhini, und die Altweltaffen aus Afrika und Asien, die man mit Menschenaffen und Menschen als Catarhini zusammenfasst. Neu- und Altweltaffen lassen sich am besten an Nasenform und Zahnschema unterscheiden.

Alle Neuweltaffen leben auf Bäumen und besitzen kräftige Greifschwänze. Auch die meisten Altweltaffen sind baumlebend, doch trägt keiner einen Greifschwanz und manche Arten leben teilweise am Boden. Einige Altweltaffen haben schwielige Polster am Rumpf, dies gibts bei keinem Neuweltaffen.

Expertentipp: Wo lassen sich Affen in Costa Rica am besten beobachten?

Viele Reisende fragen uns, wo sie das Treiben der Affen in Costa Rica am besten beobachten können. Die Antwort: Fast überall – aber am besten auf Exkursionen in Nationalparks.

Im Prinzip müssen Sie nicht gezielt in ein bestimmtes Gebiet reisen, um Affen zu sehen. Es ist zum Beispiel nicht ungewöhnlich, dass sie rundum einsam gelegene Unterkünfte herumstreunen und man sie beim Frühstück von der Terrasse aus oder in der Hängematte liegend bewundern kann. Oder dass bei einem Spaziergang am Strand eine Herde Brüllaffen über Ihren Köpfen von Palme zu Palme hüpft.

Auch wenn man Affen in Costa Rica fast überall begegnet, lassen sie sich unserer Erfahrung nach am besten auf Exkursionen in die vielen Nationalparks beobachten und fotografieren. Unsere Costa Rica Rundreisen führen Sie zum Beispiel in Regionen und Nationalparks, in denen die Chancen sogar sehr gut sind. sogar allen vier Affenarten zu begegnen, die in Costa Rica leben.

Zu den Top 5 Spots, um Affen zu beobachten, zählen für uns:

  1. Corcovado Nationalpark
  2. Tortuguero Nationalpark
  3. Manuel Antonio Nationalpark
  4. Cahuita Nationalpark
  5. Boca Tapada Region

Unser Tipp: Ein ortskundiger Guide kennt nicht nur die Stellen, an denen sich Affen gerne aufhalten, sondern zeigt Ihnen noch viele andere Tiere und Pflanzen, die es in den Nationalparks zu entdecken gibt. So eine geführte Tour ist zum Beispiel auch für Kinder während einer Costa Rica Familienreise sehr spannend.

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