Es war wunderschön, wir konnten die Reise in vollen Zügen genießen.
Wir haben die 14-tägige Rundreise Anfang November mit Mietwagen gebucht, die uns an fünf Orte im Land gebracht hat. Nachdem wir direkt am Flughafen abgeholt wurden und durch die örtliche Reiseleitung begrüsst und informiert wurden, haben wir die erste Nacht in San José verbracht. Nach dem langen Flug war schlafen angesagt. Am nächsten morgen nach einem kurzen Spaziergang durch den Saban Park wurde uns das Mietauto zum Hotel gebracht, die Zahlung mit der Kreditkarte brauchte einige Anläufe, weil wegen Hotelumbauten immer wieder der Strom ausfiel. Es hat aber dann doch noch geklappt und wir sind mit ein paar Strandtagen an der Ostküste nähe Puerto Viejo gestartet.
Namuwoki Lodge, Puerto Viejo, Cahuita und Manzanillo Nationalpark
Die Unterkunft mit Bungalows war sehr idyllisch und auch das zugehörige Restaurant war gut. Da wir immer noch Jetlag hatten und die Brüllaffen bereits um 5 Uhr losbrüllen, waren wir recht früh wach und haben die Chance genutzt den Sonnenaufgang am Strand zu erleben, was wunderschön war. Zudem besuchten wir den Cahuita Nationalpark und den Manzanillo Nationalpark und hatten jeweils einen Guide, der uns die lokale Flora und Fauna näherbringend konnte. Beim Eingang zum Cahuita hat uns bereits ein Faultier begrüsst, das es sich im Baum oberhalb des Restaurants gemütlich gemacht hat. Im Park sahen wir diverse Schlangen, Echsen, Affen und Waschbären. Puerto Viejo haben wir nur kurz für ein Essen besucht, es war uns zu viel los und wir haben die Ruhe bei der etwas abgelegenen Lodge geschätzt. Direkt neben der Lodge gab es ein super mexikanisches Restaurant MIXTA, dass ausgezeichnet war. Ein gelungener Start in die Ferien.
Maquenque Lodge
Ein absolutes Highlight kam bereits beim zweiten Stopp, der ganz im Norden des Landes war. Das Maquenque Eco Lodge war ein riesiges ehemaliges Farmgelände, bei dem nun der Regenwald wieder zurückkommen durfte und der nun mit schönen Bungalows und Baumhäusern aufwartetet. Das Gelände ist nur mit einer Fähre erreichbar und ziemlich abgelegen. Auf dem Areal gibt es eine grosse Anzahl an frei lebenden Tieren. Neben drei verschiedenen Tucan-Arten, Aras und Echsen, sahen wir auch Nasenbärfamilien. Wir haben zudem einen Night-Walk (um 18:00 dann ist es schon stockdunkel), die Bootstour und die Regenwaldtour gebucht, die uns weitere Einblicke in die Natur gab. Dabei haben wir Kaimane, Krokodile, diverse Vögel und viele Frösche bestaunt. Auch sonst sind wir viel auf dem grossen Areal spaziert, wobei die Entdeckung des nur 10mm grossen schwarzgrünen Pfeilgiftfrosches das Highlight war. Man merkte, dass noch Vorsaison war, es hatte nur ca 20 Personen im Hotel, wobei das wohl weniger als ein Viertel der Kapazität war. Der einzige Nachteil hier ist, dass man ziemlich gefangen ist, man kann nur im Hotelrestaurant Essen, da es sonst nichts in der Region hat. Doch wer Tiere und Ruhe mag ist hier richtig.
La Fortuna, Arenal
Nun ging es weiter ins Landesinnere. Der Vulkan Arenal überragt hier die Ebene und ist weitherum sichtbar, sprich wäre sichtbar, denn leider hatten wir hier 2 Tage regnerisches, bewölktes Wetter. Doch da der Vulkan Thermalquelle speist, wollten wir den Regentag in den Thermalquellen unseres Hotels „Volcano Lodge & Hot Springs“ verbringen. Leider war das Wasser sehr dreckig und hat nicht zum Baden eingeladen. Wir haben uns deshalb entschieden ins grösseren Bad „Baldi Hot Springs“ zu gehen, dort war es wunderschön und wir waren wieder fast alleine. Allgemein hat uns dieses Hotel nicht so überzeugt, es war ein wenig schmuddelig. Das Essen war jedoch ausgezeichnet.
Trotz Höhenangst waren wir auch im „Mistico Park“ einem privaten Areal mit mehreren Hängebrücken. Da wir auch hier fast alleine waren, fanden wir es sehr schön. In der Hochsaison wird es wohl ziemlich überlaufen sein. Diese Region war von allen in Costa Rica die touristische und 2 Nächten waren uns hier genug. Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft haben wir noch einen Halt im „Arenal 1968“ Park gemacht. Der gab es einen schönen Ausblick auf den Vulkan, den man entweder mit einer Wanderung durch die Lavawüste und den darauf wachsenden Regenwald oder durch einen direkt hochfahrenden Bus erreichen konnte.
Cala Lodge, Monteverde
Luftlinie mussten wir nur 15km weit zum nächsten Ort, doch es war neben einem See noch Berge und jede Menge Schotterpiste dazwischen und so wurden es 110km. Auf dieser Strecke waren wir froh das wir einen 4×4 hatten, den die Kies-Strasse hatte mehr Schlaglöcher als Strasse. Hier haben wir das Santa Elena Reservat erkundet. Leider hatten wir zu gutes Wetter, den normalerweise ist hier alles Neblig und man hat Nebelwälder. Doch wir wollen uns nicht beklagen es war trotzdem sehr schön. Am Abend haben wir auch noch eine Night Tour mit einem sehr guten Guide. Hier gab es schlafende Kolibris, Schlangen, Molche, Glasfrösche und ein Faultier. Ein Gebäude der Unterkunft wurde gerade umgebaut und wir hatten deshalb ein Upgrade in ein ziemlich grosses Zimmer mit Balkon. Das Frühstück hier war sehr lecker.
Samara Palm Lodge
Der letze Stopp war nochmals am Strand im Westen in Samara. Hier haben wir nochmals ein paar Tage am Strand entspannt. Das Wetter war optimal und wir konnten an riesigen Strand liegen und in den Wellen baden. Samara hat eine gute, überschaubare Grösse und bietet viele Restaurants und Beachclubs an. Bei uns war es noch ziemlich ruhig, einige Geschäfte waren noch geschlossen, in der Hochsaison könnte aber ziemlich etwas los sein. Das Hotel mit kleinem Pool war sehr sauber und gepflegt, auch die Gastgeberin war sehr zuvorkommend und nett.
Allgemein waren es zwei sehr abwechslungsreiche Wochen in denen wir viel erleben durften. Die Reiseroute und die Organisation im allgemeinen war gut zusammengestellt worden und wir haben rein gar nichts zu bemängeln. Besten Dank. Bei unserer nächsten Reise in diese Region werden wir bestimmt wieder mit Napur Tours planen.