Faultiere in Costa Rica: Mach mal langsam!

Faultiere gehören zu den faszinierendsten Tieren in Costa Rica und viele Reisende wünschen sich während einer Costa Rica Rundreise wenigstens einmal ein Faultier zu sehen. Doch Faultiere sind Meister der Tarnung, deshalb ist es gar nicht so einfach, ein Faultier in den dichten Baumwipfeln, wo sie sich am liebsten aufhalten, zu entdecken.

Wir sagen Ihnen, wo die Chancen für eine Faultier-Sichtung in freier Wildbahn in Costa Rica am größten sind. Außerdem stellen wir ihnen eine Möglichkeit vor, bei der sie garantiert Faultiere vor die Linse bekommen – und gleichzeitig noch etwas Gutes tun. 

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Inhaltsübersicht

Was ist ein Faultier und welche Arten gibt es in Costa Rica?

Faultiere sind Säugetiere, die am liebsten im wahrsten Sinne des Wortes in Baumwipfeln herumhängen. In der Fachsprache gehören Faultiere zu den sogenannten „Nebengelenkstieren“, eine alte Ordnung der Säugetiere, die im unteren Rücken noch zusätzliche Gelenke besitzen.

In Costa Rica, leben zwei Arten von Faultieren, die nach Fellfarbe und der Zahl ihrer Krallen an den langen Armen unterschieden werden (an den kürzeren Hinterbeinen haben beide Faultier-Arten drei Krallen):

Zweifingerfaultier (Unau / Choloepus didactylus)

Das Zweifingerfaultier wird bis zu 80 cm groß und hat ein strohiges, bräunliches Fell. Es ist hauptsächlich nachtaktiv, tagsüber kann es bis zu 16 Stunden schlafen. 

Dreifingerfaultier (Ai / Bradyous tridactylus)  

Das Dreifingerfaultier ist etwas tagaktiver, wird etwa 60 cm groß und hat eine gräuliche Farbe. Das Gesicht ist rundlich und scheint immer zu lächeln. Charakteristisch für das Dreifingerfaultier ist die Fähigkeit, den Kopf um bis zu 180 Grad in beide Richtungen drehen zu können. Zeitweilig gingen Forscher davon aus, dass Dreifingerfaultiere mehr Halswirbel als andere Säugetiere hätten – und deshalb den Kopf so weit drehen könnten. Derzeit herrscht aber die Meinung vor, dass die oberen Brustwirbel beweglicher als bei anderen Säugetieren sind und dadurch zur enormen Flexibilität des Halses beitragen.

Übrigens: In Panama auf der Isla Escudo de Veraguas, einer Insel in der Provinz Bocas del Toro unweit der Grenze zu Costa Rica, gibt es noch eine weitere Faultierart zu entdecken: das Zwergfaultier. Es ist nur wenig erforscht und lebt nur in den Mangrovenwäldern dieser Insel.

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Warum sind Faultiere so langsam und faul?

Faultiere ernähren sich hauptsächlich von Blättern, die nicht sehr energiereich und schwer zu verdauen sind. Mit insgesamt vier Mägen und der Hilfe von Bakterien dauert es sehr lange, bis die wenigen Nährstoffen in den Blättern auch tatsächlich in den Zellen ankommen. 

Ein Dreifingerfaultier auf der Suche nach Nahrung.

Damit sie mit der eingeschränkten Energiezufuhr effektiv haushalten, bewegen sich Faultiere nur sehr langsam, schlafen und ruhen sehr viel. 

Die Aktivitäten der Faultiere beschränken sich also auf gemütliches Futtersuchen, gelegentlich den Futterbaum wechseln, verdauen und etwa einmal in der Woche zum Kot ablassen, den Futterbaum verlassen. Denn es dauert zwischen sieben und zehn Tagen, bis Faultiere aufs Klo müssen. Um aufs Klo zu gehen, klettern Faultiere den Baum herunter und erledigen ihr Geschäft am Boden.  

Alles in allem sind Faultiere also nicht wirklich faul. Ihr Energiestoffwechsel lässt einfach nicht mehr Aktivität zu. Faulenzen und Ausruhen sind also Überlebenstaktik.

Übrigens: Faultiere sind meist in Baumkronen zu finden. Dort sind die Blätter dank des intensiveren Sonnenlichts nährstoffreicher als in unteren Baumschichten.

Welche Feinde haben Faultiere und wie schützen sie sich?

Faultiere in den Wipfeln von Bäumen zu entdecken, ist gar nicht so einfach. Denn Faultiere sind wahre Meister der Tarnung. Die Fellfarbe sorgt dafür, dass sie in den dichten Blätterdächern nicht nur für uns Menschen schwer zu erspähen sind. Auch natürliche Feinde, zu denen vorwiegend Raubkatzen und Greifvögel zählen, nehmen sie nur schwer wahr. Wenn sie schlafen, kugeln sich Faultiere so zusammen, dass nicht also mögliche Mahlzeit von Raubkatzen und Greifvögeln erkannt werden. 

Auch wenn sie sich bei der Futtersuche bewegen, haben energiesparenden und langsamen Bewegungen des Faultiers ganz nebenbei den Effekt, dass sie nur selten ins Blickfeld ihrer Feinde geraten. Raubtiere und Greifvögel nehmen Faultiere wegen ihrer gemächlichen Bewegungen oft nicht wahr. 

Geruch als Abwehrschild

Falls Faultiere trotz ihrer Tarnung doch ins Visier von Fressfeinden geraten, haben sie noch zwei weitere Schutzschilde in der Hinterhand: Ihren Geruch und die Dicke ihres Fells.

Das Fell von Faultieren ist wie ein lebendiges Biotop! Die Säuger züchten zwischen den Fasern ihres Fells Algen, Pilze und locken Insekten an. Diese Biosphäre verleiht dem Faultier nicht nur einen grünlichen Tarnlook, sondern auch einen unappetitlichen Duft, der ihn vor Fressfeinden wie Greifvögel, Hunden und Großkatzen schützt.

Faultiere sind zähe Kämpfer

Außerdem sind die Fellhaare von Faultieren durch eine rillenartige Beschaffenheit so dicht und dick, dass nicht nur Regen an ihnen abperlt wie an einer Regenjacke. Auch die Pranke einer Raubkatze kann ihnen kaum etwas anhaben.

Falls sich Feinde trotz aller natürlichen Schutzvorrichtungen nicht abschrecken lassen, stoßen sie bei Faultieren auf einen schweren Gegner. Faultiere wehren sich mit allen Mitteln und ihre scharfen Krallen haben schon viele Angreifer in die Flucht geschlagen.

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Warum können Faultiere so lange an Ästen hängen und so gut klettern?

Wenn sich ein Faultier ausruht und schläft, dann hängt es sich mit seinen Beinen und Armen stundenlang an einen Baum und wirkt dabei so entspannt, als ob es auf einer bequemen Matratze liegen würde.

Auch das Klettern fällt Faultieren leicht. Ein Faultier dabei zu beobachten, wie es sich von Ast zu Ast hangelt, ist ein wahrer Genuss. Sie bewegen sich anmutig, leicht und grazil. Aber wie schaffen Faultiere das?

Krallen wie Steigeisen

Einer der Hauptgründe für ihre Hang- und Kletterkünste sind ihre Krallen. Sie sind gebogen, fest und scharf und können von Faultieren wie eine Art Steigeisen benutzt werden, mit dem sich fest im Holz verkeilen. Dank ihrer Krallen müssen sie nicht aktiv wie mit Fingern um einen Ast greifen, um einen festen Halt zu haben.

Die Krallen nehmen ihnen viel Arbeit ab, sodass sie deutlich weniger Muskelkraft aufwenden müssen, wenn sie gemütlich von Ast zu Ast schleichen oder eben mit dem Körper nach unten herumhängen.

Dazu kommt, dass Arme und Beine von Faultieren von einem dichten Adernetz durchzogen sind, die eine gute Blut- und damit Energieversorgung gewährleisten. Dadurch erlahmen ihre Arm- und Beinmuskeln nicht so schnell.

Übrigens: Die Anpassungsleistung der Natur hat auch bei den Faultieren nicht Halt gemacht. Durch das ständige Hängen in Rücklage ist der Scheitel ihres Fells nicht am Rücken (wie bei allen anderen Fell-Säugetieren), sondern auf dem Bauch.

Wo in Costa Rica kann man Faultiere in freier Natur entdecken?

Faultiere leben in Costa Rica überall dort, wo es Bäume und Regenwald gibt, also fast überall im Land. Es kann ihnen also bei einer Rundreise durch Costa Rica in fast jeder Gegend ein Faultier begegnen. Weil Faultiere meist oben in den Baumwipfeln herumlungern, ist es aber gar nicht so einfach, eins zu entdecken. 

Ein Zweifingerfaultier, dass ich im Manzanillo Schutzgebiet an der Karibikküste entdeckt hatte.

Die besten Chancen haben sie in einem der vielen Nationalparks und Schutzgebiete, die es in Costa Rica gibt. Gute Erfolgsaussichten für eine Faultier-Sichtung hat man unserer Erfahrung nach beispielsweise hier:

  • Cahuita Nationalpark (Karibik)
  • Manzanillo Schutzgebiet (Karibik)
  • Tortuguero Nationalpark (Karibik)
  • Ecocentro Danaus (beim Vulkan Arenal)
  • Cano Negro Schutzgebiet (Norden)
  • Boca Tapada (Norden)
  • Region La Cruz (Nordosten)
  • Corcovado Nationalpark (Südliche Pazifikküste)

Guides sehen oft mehr

Wenn sie einen Nationalpark oder ein Schutzgebiet besuchen, bestehen die besten Chancen für eine Faultier-Sichtung mit einem Guide. Die Guides sind nicht nur geübt darin, Tiere aller Art in den oft dichten Regenwäldern zu erspähen. Oft bekommen sie auch Tipps von Kollegen.

Da Faultiere in den meisten Fällen hoch oben in den Baumkronen hängen, brauchen sie für ein einigermaßen scharfes Foto ein gutes Teleobjektiv. Bei einer geführten Tour haben die meisten Guides ein Spektiv dabei. Mithilfe des Spektivs erhalten sie auch relativ scharfe Fotos mit einem Handy oder einer Kompaktkamera.

Manchmal hat man aber auch Glück. Auf unseren Reisen durch Costa Rica hatte ich bei einer geführten Wanderung durch das Manzanillo Schutzgebiet (Karibik) die Gelegenheit, ein Faultier sehr nah zu sehen. Es hing fast auf Augenhöhe an einem Ast.

Faultieren begegnet manchmal dort, wo man es nicht erwartet

Es kommt übrigens immer wieder vor, dass man einem Faultier in Costa Rica gänzlich unerwartet begegnet.

Bei unserer letzten Costa Rica Reise hatte etwa unsere Unterkunft an der Playa Matapalo (zentrale Pazifikküste) quasi ein „Hausfaultier“. Es hing an einem der Bäume auf der Anlage herum. Dieser war nicht allzu hoch, sodass wir das Faultier genau beobachten und wunderschöne Fotos schießen konnten.

Kunden von uns konnten ein Faultier zum Beispiel bei einer Rast in einem Restaurant beobachten, als es auf der Suche nach einem neuen Fressbaum die Straße überquerte.

Bei meiner ersten Costa Rica Reise kamen wir mit unserem Shuttlebus an einer Straße vorbei, wo sich schon viele Einheimische und Touristen versammelt hatten. An einem Baum am Straßenrand kletterte ein Faultier herum. 

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Alternative: Besuchen Sie eine Faultier-Station

Als Alternative zur Faultier-Suche in freier Wildbahn steht ihnen die Möglichkeit zur Verfügung, Faultiere in einer Auffangstation zu sehen.

Auffangstationen sind für Faultiere da, die durch Unfälle oder Verdrängung aus ihrem natürlichen Lebensraum keine Überlebenschance hätten.

Bei einem Besuch einer solchen Einrichtung haben sie ausreichend Zeit, Faultiere zu beobachten und Fotos zu machen. Auch bei unseren Costa Rica Familienreisen empfehlen wir einen Besuch einer solchen Station. Es gibt gerade für Kinder keine bessere Gelegenheit in Costa Rica, um Faultiere so intensiv beobachten zu können.

Gleichzeitig tun sie auch etwas Gutes, in dem sie mit ihrem Eintritt die Arbeit in der Faultier-Station unterstützen. Wir kennen derzeit zwei Faultier-Auffangstationen in Costa Rica:

The Sloth Sanctuary im Selvatura Park (Monteverde):

Der Selvatura Park im Monteverde Nebelwald ist ein Natur- und Abenteuerpark mit verschiedenen Angeboten wie einer Hängebrücken-Wanderung und einer Canopy-Tour.

An den Park angeschlossen ist auch eine Faultier-Station. Hier erfahren sie bei einer geführten Tour (Preis 39 $) mehr über das Leben der Faultiere. Dauer: 45 Minuten. Mehr Informationen finden sie hier: Der Selvatura Park in Monteverde.

The Sloth Sanctuary Cahuita (Karibik):

Diese Station ist speziell für Faultiere geschaffen und bietet verschiedene Touren für Interessierte an. Je nach Art der Tour liegen die Preise zwischen 28 $ und 150 $. Mehr Informationen finden sie auf der Webseite des Projekts.

Tipp: Vorsicht bei „Sloth-Tours“

In einigen Gegenden Costa Ricas, zum Beispiel beim Vulkan Tenorio Nationalpark, werden sogenannte Sloth-Touren mit großen Werbeschildern aktiv beworben. Auch an den Eingängen mancher Nationalparks wurden wir wegen einer speziellen Sloth-Tour häufiger angesprochen.

Aufgrund unserer aktuellen Informationen von unseren Partnern vor Ort raten wir von solchen Touren im Sinne der Faultiere eher ab.

Oft werden die Faultiere für diesen Zweck aus ihrem natürlichen Lebensraum herausgenommen und an Bäume gehangen, die an für Touristen gut erreichbaren Wegen stehen. Die Faultiere sind also nicht freiwillig dorthin gekommen, sondern wurden quasi umgesiedelt.

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