Vögel in Panama: Drohlengrackel, Türkisnaschvogel & Co.

Datum, 07.07.2016 | Stephan Martens

Die Beobachtung der Vögel in Panama ist unbedingt eine Reise wert! Fast 1.000 Vogelarten leben in diesem kleinen Land in Mittelamerika. Diese Vielfalt entstand durch die außergewöhnlichen geographischen Umstände: Karibik und Pazifik, ein Hochgebirge von Ost nach West und gleichzeitig die Landbrücke zweier Kontinente.

Vögel in Panama mit Türkisnaschvogel beim Essen einer Frucht

Türkisnaschvogel bei der Mahlzeit

Vögel in Panama – ein interessantes Thema

Panama als Birdwatching-Ziel ist noch relativ neu. Wir von napur tours bieten auf dem deutschsprachigen Markt nun die erste komplette Reise überhaupt zum Thema „Vögel in Panama“ an.

Da sich hier in einem solchen kleinen Beitrag die Beschreibung und Auflistung von Arten eigentlich verbietet, möchte ich stellvertretend für viele andere Vögel in Panama einige wenige Arten beschreiben. Nicht die ornithologisch Wichtigsten, sondern einfach einige „Allerweltsarten“, die man auf jeder Panama Reise antrifft. Denn schließlich ist ja auch so eine „ordinäre“ Art für jeden, der Mittelamerika zum ersten Mal bereist, eine Erstsichtung!

Rabengeier

Rabengeier an der Karibikküste in Panama

Rabengeier lauert auf Beute

Der Rabengeier ist überall in Lateinamerika die häufigste Geierart. Er ist relativ klein und mit einer Graugans vergleichbar, fast völlig schwarz mit nacktem, aber grauem Kopf. Sie profitieren ziemlich vom Menschen, sind echte Kulturfolger, stöbern auf Müllkippen und forschen nach verunfallten Tieren am Straßenrand. Aber auch an den Küsten wird nach Aas gesucht. Meist im Rudel auftretend, zeigen sich wenig scheu. Sie sind näher mit den Störchen verwandt als mit den Greifvögeln, wie alle Neuweltgeier.

Langschwanzhäher

Langschwanzhäher sind ebenfalls echte Kulturfolger. Auch sie leben in Gruppen oder Familienverbänden und sind gesellig, vorwitzig und geschwätzig. Sie kommen aus der Familie der Rabenvögel und sind somit auch mit Elstern verwandt. Diesen sehen sie nämlich auch und gerade wegen der Körpergestalt sehr ähnlich. Auch das Verhalten zeigt Parallelen.

Fregattvogel

Überall an den endlos langen Küstenlinien und auf den wunderschönen Inseln sowohl im Pazifik wie in der Karibik trifft man auf die Freibeuter der Meere; die Fregattvögel. Mit einer enormen Flügelspannweite und der typischen fregattensegelähnlichen Silhouette und dem fotogenen roten Kehlsack sind sie unverkennbar. Gerne jagen sie im Flug den Tölpeln und Pelikanen ihren Fang ab. Hierzu werden die Opfer so lange drangsaliert, bis sie sich erbrechen. Nicht nett! Alternativ beteiligen sie sich aber auch beim „Aufräumen“ wenn die Fischer anlanden.

Brauner Pelikan

Brauner Pelikan bei Ankunft der Fischer an der Küste

Braune Pelikane lauern auf Beute der Fischer

Der Braune Pelikan ist ebenfalls ein Vogel der Küste und die einzige Pelikanart Panamas. Nicht zu glauben, dass er ein Stoßtaucher ist. Wenn man nämlich seine Gestalt so sieht, müsste man meinen, er müssen auseinanderbrechen, wenn er auf die Wasseroberfläche knallt. Weicht er doch sehr von der scheinbaren Idealvorstellung des Körperbaues eines Stoßtauchers, wie die Seeschwalbe oder der eines Eisvogels, ab. Beeindruckend schön sind seine Formationsflüge entlang der Palmenküsten.

Fischertukan

Der Fischertukan ist sicher einer der schönsten Vögel der Erde überhaupt. Nicht der größte der Tukane, aber der Farbigste. Oft lässt er sich an den Bananenfutterstellen der Hotels und Lodges sehen oder man nimmt ihn zuerst durch seinen typischen jammernden Ruf hoch oben im Baumgeäst wahr. Sein großer Schnabel ist dabei eher als filigranes Werkzeug und Balzhilfe denn als Waffe zu betrachten. Nicht besonders stabil und federleicht im Gegensatz zu den Schnäbeln der nahe verwandten Spechte. Das soll nicht heißen, Tukane könnten damit nur Bananen lutschen. Sie können damit auch ganz fies Nester plündern, wie das Foto des Feuerschnabelarassaris zeigt.

Dohlengrackel

Dohlengrackel in Panama

Dohlengrackel im Geäst

Ein glänzend schwarz (aufgelegter) Vogel ist die Dohlengrackel. Sie ist stimmgewaltig und wird deshalb auch im spanischen „Clarinero“, also Trompeter, genannt – ein geselliger Kulturfolger und Generalist. Vom Verhalten her ist sie etwas mit den Staren vergleichbar. Allerdings gehört sie in die Verwandtschaft der Kazikenvögel. Die Körpergröße entspricht wohl einer Drossel.

Türkisnaschvogel

Als Vertreter der zahlreichen Tangaren sei der Türkisnaschvogel hier aufgeführt. Er ist wunderschön gefärbt und etwa so groß wie der Zaunkönig. Die Weibchen sind ganz unscheinbar grünlich. Mit reifem Obst lassen sie sich leicht vor die Linse locken. Sonst sind sie eher im dichten Kronendach blühender Bäume bei der Insektenjagd zu sehen. Die Tangaren ersetzen oder besser besetzen in der neuen Welt die ökologischen Nischen der Finken. Was man nun nicht unbedingt an der Körpergestalt der Naschvögel sehen kann, aber an den übrigen 90 % der Tangarenarten.

Maskentyrann

Maskentyrann singt hoch im Baum

Maskentyran zwischert aufgeregt

Der Maskentyrann kommt aus der großen Familie der „Neuweltfliegenschnäpper“ und fällt auf mit schwarzer Räuberbinde. Das passt ganz gut, denn so benimmt sich dieser Rabauke auch. Laut kreischend verteidigt er seine Reviere und scheut auch nicht davor zurück, große Greifvögel anzugehen. Er ist ein typischer Ansitzjäger auf große Fluginsekten.

Wir hoffen, Ihnen einen kleinen ersten Eindruck der Vögel in Panama gegeben zu haben. Diese und noch viele mehr entdecken Sie natürlich auf unserer Vogelkundlichen Reise durch Panama:

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