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Die Los Llanos Region – Unser Geheimtipp für Kolumbien

Datum, 23.06.2020 | Corinna Villegas

In dem heutigen Beitrag möchten wir Ihnen einen Geheimtipp für Naturreisen in Südamerika vorstellen: Die Savannen- und Sumpflandschaften der Los Llanos Orientales in Kolumbien. Lassen Sie sich überraschen, welche Abenteuer der wilde Osten Kolumbiens für Sie bereithält und welche exotischen Tierarten Sie bei einer Reise in die Llanos beobachten können.

 Alle wichtigen Infos zu den Llanos Orientales in der Übersicht:

  • Die Ebenen der Llanos Region liegen im Osten Kolumbiens und werden von den Flüssen der Departamentos Meta, Casanare, Arauca und Vichada gespeist.
  • Die Los Llanos in Kolumbien sind einer der besten Ziele für Naturreisen in Lateinamerika. Landschaftlich erinnern die Llanos mit ihren weiten Ebenen und Feuchtsavannen an das brasilianische Pantanal.
  • Die Möglichkeiten zur Tierbeobachtung und Naturfotographie sind sehr gut: Bei Jeep- und Bootstouren, Reitausflügen und Wanderungen können Sie exotische Tierarten wie Wasserschweine, Ameisenbären, Faultiere, Affen, Tapire, Anakondas, Krokodile und – mit sehr viel Glück – sogar Großkatzen wie Jaguare beobachten.
  • Mit über 250 Vogelarten sind die Llanos Orientales ein fantastisches Reiseziel für Ornithologen. Birdwatcher haben gute Chancen, ornithologische Highlights wie etwa Jabiru, Scharlachsiechler und Braunohrarassari zu Gesicht zu bekommen.
  • Die weiten Savannen- und Sumpflandschaften der Llanos durchziehen weite Teile Kolumbiens und Venezuelas und umfassen ein Gebiet, das größer als Deutschland ist. Während aufgrund der politischen Lage von einer Reise in die Llanos-Gebiete Venezuelas dringend abzuraten ist, beginnt der Ökotourismus in den kolumbianischen Llanos langsam und sachte zu erblühen.
  • Kolumbiens wilder Osten ist Cowboy-Land. Die herzlichen und gastfreundlichen Llaneros leben vorwiegend von der Zucht von Bucklings-Rinderherden (Zebus). Ein Besuch einer typischen Hacienda ist Abenteuer pur.
  • Für abenteuerliebende Familien, die gerne abseits der üblichen Touristenpfade Urlaub machen, sind die Llanos eine großartige Option. Ihre Kinder werden mit Sicherheit begeistert von der weiten Landschaft, dem Landleben der Llaneros und den aufregenden Tiersafaris sein. Nur Reitausflüge bleiben den Kleinsten in den Llanos vorenthalten. Diese sind nach kolumbianischem Gesetz erst für Kinder ab 12 Jahren erlaubt.
  • Für die Anreise in die Llanos empfiehlt sich ein Flug von Kolumbiens Hauptstadt Bogota nach Yopal, der Hauptstadt der Region. Der Inlandsflug nach Yopal dauert knapp eine halbe Stunde und wird unter anderem von Latam und Avianca angeboten.
  • Für einen Besuch der Llanos empfehlen wir Ihnen, einen Reisebaustein zu buchen. Dieser enthält neben Unterkunft und Vollpension auch Ausflüge, bei denen Sie mit fachkundigen, lokalen Reiseleitern das Naturparadies der Llanos Orientales erkunden werden. Ideal für einen Besuch der Llanos Orientales ist ein 4-tägiger Reisebaustein. Wenn Sie nur wenig Reisezeit zur Verfügung haben, können wir Ihnen auch einen 3-täigen Baustein anbieten.
  • Die ideale Reisezeit für einen Besuch der kolumbianischen Llanos ist die Trockenzeit in den europäischen Wintermonaten. In dieser Zeit lassen sich am meisten Tiere beobachten. Weniger geeignet für eine Reise in die Llanos sind die europäischen Sommermonate, wenn die Straßen aufgrund der Regenfälle teilweise unpassierbar sind.

Unterkünfte in den kolumbianischen Llanos – unsere Tipps:

Villa Lisseth: Die Villa Lisseth verfügt über 4 einfache, aber gemütliche Zimmer. Obwohl Sie nur 8 km von der Stadt Yopal entfernt liegt, ist die Villa Lisseth von herrlicher Natur umgeben.

Direkt vor der Haustür finden Sie einen Wanderweg. Die Veranden der Villa Lisseth laden zum Entspannen und Birdwatching ein. Ein Pool verspricht eine willkommene Abkühlung bei den tropischen Temperaturen.

Posada el Diamante: In der Nähe des kleinen Dorfes San Luis de Palenque liegt das kleine Gästehaus Posada el Diamante mit 4 Zimmern. Von Yopal aus gelangen Sie hierher in etwa 2,5 Stunden mit dem Auto. Die Posada liegt idyllisch am Ufer des Rio Pauto und ist umgeben von Obstgärten, Weiden und Wäldern.

Auf dem Gelände der Posada el Diamante zeigen sich oft große Ameisenbären und Schildkröten sowie verschiedene Vogelarten. Für den morgigen Weckalarm sorgen die Brüllaffen.

Die Posada El Diamante hat selbst einige Kühe, Pferde und Hühner und stellt selbst Käse her. Die Gäste der Posada können sich auf liebevoll zubereitete Mahlzeiten freuen. Ein schöner Naturpfad lädt zur Beobachtung von Wildlife und Vögeln ein.

Juan Solito Ökolodge / Hato La Aurora: Die Juan Solito Ökolodge liegt auf dem Gelände der Hato La Aurora, einer der bekanntesten Rinderfarmen in den kolumbianischen Llanos Orientales. Die Anreise zur Lodge ist an sich schon ein Abenteuer. Sie führt von Yopal aus über eine nicht asphaltierte Straße und dauert mindestens 5 Stunden.

Unterwegs bekommen Sie schon einen ersten Eindruck von der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt der kolumbianischen Llanos.

Die Juan Solito Lodge ist ideal für alle, die auf authentische Art und Weise das kolumbianische Landeleben kennenlernen möchten. Bei einem Aufenthalt in Juan Solito erfahren Sie, wie die Llaneros traditionell Rinderzucht betreiben und lernen lokale Köstlichkeiten sowie die traditionelle Musik der Llanos kennen.

Die Umgebung der Juan Solito Ökolodge bietet außerdem beste Voraussetzungen für Tiersafaris und für Vogelbeobachtungen.

Tiersafaris in Kolumbiens Llanos Orientales: Zu Fuß, mit dem Geländewagen, per Boot und hoch zu Ross

Das große Highlight einer Reise in die Llanos ist die Beobachtung von Wildtieren. Bei unseren Reisebausteinen in die Llanos werden Bootsauflüge, Pferdeausritte, Fahrten mit dem Geländewagen sowie Wanderungen zur Tierbeobachtung in verschiedene Naturreservate angeboten.

In der weiten Prärie der Llanos Orientales sind unter anderem Hirsche, Wildschweine, Affen, Großkatzen und Wasserschweine beheimatet. Auch Kaimane, Schlangen, Aras, Tukane, Greifvögel lassen sich fast immer bei diesen Naturexkursionen beobachten.

Landschaftlich begeistern die Llanos mit Palm- und Galeriewäldern, Savannen, Flüssen und Lagunen. Die leuchtend-orangefarbenen Sonnenuntergänge in den Llanos sind von unbeschreiblicher Schönheit.

Wildlife-Safaris mit erfahrenen Naturreiseleitern

Um Ihnen ein bestmögliches Naturerlebnis in den Llanos zu bieten, werden die Wildlife-Safaris von den Naturreiseleitern vor Ort an die aktuellen Gegebenheiten angepasst.

Da die Tiere in den Llanos in freier Wildbahn leben, sind diese stets in Bewegung. Wo die Chancen zur Beobachtung von Wildlife am größten sind, hängt vom Wetter sowie der Brut- und Paarungszeit der einzelnen Tierarten ab.

Natürlich werden bei den Ausflügen auch die Vorlieben unserer Reisegäste berücksichtigt: Wenn jemand zum Beispiel nicht auf einem Pferd reiten möchte, kann alternativ eine spannende Naturwanderung in den Llanos arrangiert werden.

Die Big Seven: Die 7 prominentesten Vertreter der Tierwelt der Llanos Orientales

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige der zahlreichen Wildtiere näher vorstellen, die Sie bei einer Naturreise in die Llanos Orientales erwarten dürfen:

1. Wasserschwein (auch Capybara genannt)

Wasserschweine gehören zur Familie der Meerschweinchen und gelten als die größten lebenden Nagetiere der Welt. Die schwersten Exemplare können ein Gewicht von bis zu 90 kg bei einer Körpergröße von ca 60 cm erreichen.

Ein ständiger Bewohner der Los Llanos: Das Wasserschwein.

Meist sind Wasserschweine in Herden von 5 bis 20 Individuen anzutreffen. Tagsüber sind die Caybaras vor allem in den seichten Wassergebieten oder in Schlammlöchern der kolumbianischen Llanos anzutreffen. Dort sind sie für Fressfeinde kaum sichtbar.

Außerdem können die Wasserschweine fast komplett unter Wasser schwimmen. Am aktivsten sind die süßen Nager zur Zeit der Dämmerung.

2. Anakonda

Mit einem Maximalgewicht von knapp 100 kg zählt die Anakonda zu den größten Schlangenarten der Welt. In den kolumbianischen Llanos stehen die Chancen besonders zur Trockenzeit gut, die beeindruckende Würgeschlange zu Gesicht zu bekommen.

Auf dem Speiseplan der Anakonda stehen neben Wasserschweinen auch Vögel und sogar Kaimane. Die Anakonda verbeißt sich zunächst in ihre Beute, erwürgt diese an und verschlingt sie schließlich.

3. Großer Ameisenbär

Große Ameisenbären zählen wie die Faultiere zur Ordnung der Nebengelenktiere. Ihren Nachwuchs tragen die Ameisenbären auf dem Rücken. Charakteristisch für die großen Ameisenbären ist die lange Schnauze, die von der Form her ein wenig an eine Banane erinnert.

Der Ameisenbär

Außerdem haben die großen Ameisenbären eine extrem lange Zunge (ca. 60 cm), die ihnen bei der Nahrungsaufnahme hilft. Die Nahrung der großen Ameisenbären besteht ausschließlich aus Termiten und Ameisen. Davon verspeisen sie etwa 30.000 pro Tag! Da die Augen der Ameisenbären nicht besonders gut sind, können Sie in den Llanos oft aus der Nähe beobachtet und fotografiert werden.

4. Orinoko-Krokodil

Das Orinoko-Krokodil zählt zu den „echten Krokodilen“ und ist das größte Raubtier Südamerikas. Zur Beute der Lauerjäger zählen selbst Großkatzen wie Jaguare. Die Panzerechsen können über 6 Meter lang werden und unglaubliche 600 kg wiegen. Die Orinoko-Krokodile sind vom Aussterben bedroht. Schätzungen gehen aktuell von einem Bestand von 1500 Individuen in Kolumbien und Venezuela aus.

5. Totenkopfaffe

Diese Affenart verdankt ihren Namen dem schwarzumrandenden weißen Gesicht, das ein wenig an einen Totenkopf erinnert. Die Totenkopfäffchen leben in großen Gruppen, die oft 40 oder mehr Individuen umfassen.

Die Äffchen sind wahre Kommunikationsgenies. Es sind rund 30 verschiedene Laute bekannt, die die Affen nutzen, um miteinander zu kommunizieren. Wer gegen Ende der Trockenzeit in das kolumbianische Llanos-Gebiet reißt, hat eine Chance, neugeborene Totenkopfaffenbabys zu sehen.

6. Rote Brüllaffen

Wie der Name schon sagt, ist diese Affenart Weltmeister im Brüllen. Kein anderes Tier der Erde kann derartig laute Töne von sich geben. Wer in den Llanos Orientales Urlaub macht, wird oft in den frühen Morgenstunden vom tiefen, lauten Geschrei der Brüllaffen geweckt, das oft in regelrechte Konzerte ausartet.

Die Affen mit dem rötlichen Fell halten sich oft mit dem Schwanz an einem Baum fest. So haben Sie Hände und Füße frei, um in den umliegenden Bäumen nach Nahrung zu suchen.

7. Puma

Mit etwas Glück bekommt man bei einer Safari durch die Los Llanos auch einen Puma zu sehen.

Wie der Jaguar hat auch der Puma seinen natürlichen Lebensraum in Kolumbiens Llanos Orientales. Auch wenn Pumas oder deren Spuren häufiger zu beobachten sind als Jaguare, bedarf es schon einer ordentlichen Portion Glück, einen Puma bei einer Tiersafari zu Gesicht zu bekommen.

Der Puma ist mit der Hauskatze verwandt und zählt trotz seiner recht imposanten Größe zu den Kleinkatzen. Der Puma ist passionierter Fleischfresser – von welchem Tier das Fleisch stammt, ist dem Puma hingegen ziemlich egal. Pumas sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit.

Birdwatching: Die 10 schönsten „Luftnummern“ der kolumbianischen Llanos Orientales

Kolumbien im Allgemeinen und die Llanos Orientales im Besonderen sind Traumreiseziele für Ornithologen. Stellvertretend für die rund 250 Vogelarten, die in den Llanos beheimatet sind, möchten wir Ihnen in den folgenden Vogel-Kurzportraits einige besonders interessante gefiederte Bewohner dieses faszinierenden Savannengebiets vorstellen.

Scharlachsiechler (auch roter Ibis genannt): Der Scharlachsiechler ist einer von sieben Ibis-Arten, die Sie bei Birdwatchingtouren in den Los Llanos beobachten können. Er imponiert mit seinem knallroten Federgewand. Diese Rotfärbung lässt sich auf die Ernährung der Scharlachsiechler zurückführen, die vorwiegend aus karotinhaltigen Krebstieren besteht. Erst im Alter von etwa 2 Jahren setzt die Rotfärbung der Federn ein. Die Jungvögel haben ein bräunliches Fell. Oft können ganze Schwärme von Scharlachsiechler beobachtet werden, die über die kolumbianische Prärie fliegen.

Das Rot des Scharlachsichler entsteht durch die karotinhaltigen Krebstiere, die der rote Ibis gerne verspeist.

Kappenreiher: Ein äußerst eleganter Vertreter der kolumbianischen Vogelwelt ist der Kappenreiher. Zur Paarungszeit im Frühjahr können Sie Zeuge der kunstvollen Balzflüge des Kappenreihers werden. Das Federkleid ist vorwiegend weiß, mit einer Art schwarzer Kappe am Oberkopf und einer bläulichen Gesichtsfärbung. Der Kappenreiher ernährt sich vorwiegend von Fischen, die er am Stück hinunterschlingt.

Rosalöffler: In einem wunderschönen rosa-weiß-farbenen Federkleid präsentiert sich der Rosalöffler. In den Gewässern der Llanos können Birdwatcher beobachten, wie Rosalöffler ihren löffelartigen schwarzen Schnabel durchs Wasser schwingen, um ihre Beute aufzuwirbeln. Diese besteht vorwiegend aus Garnelen, Krebsen sowie kleineren Fischarten. Wenn man Rosalöffler in der Luft beobachtet, fällt auf, dass diese in diagonalförmigen Linien fliegen.

Der Rosalöffler lässt sich in den weiten Landschaften der Llanos wunderbar beobachten.

Kaninchenkauz (auch Kanincheneule genannt): Wenn der Kaninchenkauz Gefahr wittert und sein Warnruf durch die Savanne der Llanos schallt, klingt dies ziemlich erschreckend. Der Warnruf klingt nämlich ähnlich wie der einer Klapperschlange. Dabei handelt es sich beim Kaninchenkauz um eine kleinere Eulenart mit auffällig langen Beinen. Die Kanincheneule lebt in Bodenhöhlen, die sie sich entweder selbst geschaffen hat oder die von Säugetieren gegraben wurden.

Hoatzin (umgangssprächlich auch Stinkvogel genannt): Im wahrsten Sinne des Wortes ein „bunter Vogel“ ist der Hoatzin mit seinem blauen Gesicht, seiner auffälligen Federkrone und dem krummen Schnabel. Den Spitznamen „Stinkvogel“ hat der Hoatzin, weil er bei der Verdauung seiner vegetarischen Nahrung übelriechende Gase ausstößt. Der Hoatzin ist eine echte Wasserratte. Er ist ein hervorragender Schwimmer und Taucher, in der Luft hingegen ist der Hoatzin deutlich unbeholfener unterwegs. Seine Nester baut der exotische Vogel über den Wasserläufen der Llanos. Wenn die Jungtiere Gefahr in den Bäumen wittern, lassen sie sich ins Wasser plumpsen und verstecken sich dort.

Der Hoazin trägt seinen Spitznamen „Stinkvogel“, weil er bei der Verdauung streng-riechende Gase ausstößt.

Jabiru: Beim Jabiru handelt es sich um einen weißen Storchenvogel mit rotem Hals und schwarzen Schnabel. Seine Heimat hat der Jabiru in Wäldern des Amazonasgebiets und in den Savannen der Llanos. Mit einem Gewicht von 8 kg hat der Jabiru oft Schwierigkeiten beim Flugstart. Ist er aber erst in der Luft, zeigt sich der Jabiru als eleganter Flieger.

Tyrannenadler (auch schwarzer Habichtsadler genannt): Zu den in den Llanos Orientales beheimateten Raubvögeln zählt der Tyrannadler. Der Tyrannadler ist Fleischfresser. Mit Vorliebe verspeist er Nagetiere, Affen und Vögel, aber auch Reptilien munden ihm.

Braunohrarassari: Der Braunohrarassi gehört zur Familie der Tukane und beeindruckt durch sein farbenfrohes Gefieder. Prägnant ist die kastanienbraune Färbung der Ohrdecken.

In den Llanos sind oft Gruppen von Braunohrarassari mit 3-6 Individuen zu beobachten. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, Blumen und Insekten. Daneben verspeist der Braunohrarassari auch die Jungen verschiedener Vogelarten.

Orinokogans: Die Orinokogans zählt zur Unterfamilie der Halbgänse. Charakteristisch für die Orinokogans ist ihr aufrechter Gang sowie die langen Beine. Die Wasservögel zeigen sich in den Llanos oft in Paaren oder im Familienverbund. Während der Paarungszeit legen die Männchen ein sehr aggressives Verhalten an den Tag.

Virginia-Uhu: Der Virginia-Uhu ist die größte Eulenart Kolumbiens und verfügt über auffallend lange Ohren. Als Beute dienen dem Virgina-Uhus Säugetiere wie Kaninchen, aber auch andere Eulenarten, Enten und selbst kleine Alligatoren. Der Virgina-Uhu jagt und erlegt Tiere, die das dreifache seines eigenen Körpergewichts haben können. Ihre Eier brüten die Virginia-Uhus meist in verlassenen Nestern von Greifvögeln auf. Nur sehr selten bauen sie selbst ein eigenes Nest.

Llanos Orientales oder lieber Amazonas-Regenwald?

Wer üppige Natur des Multidiversitäts-Lands Kolumbien umfassend erleben möchte, sollte im Idealfall im Rahmen einer naturkundlichen Reise sowohl die Llanos Orientales als auch das Amazonasgebiet besuchen. Immer wieder haben wir jedoch Kunden, die aus Zeit- oder Budgetgründen sich für eine dieser beiden Reiseziele entscheiden müssen.

Beide Regionen sind auf ihre Art sehr faszinierend und haben, was Flora, Fauna und Kultur angehen, ihre Besonderheiten. In dieser kleinen Übersicht möchten wir Ihnen als kleine Entscheidungshilfe die Unterschiede dieser beiden kolumbianischen Naturparadiese aufzeigen. Für detailliertere Beratungen steht Ihnen unser napur Tours Team natürlich gerne per E-Mail und Telefon zur Verfügung.

Landschaft und Vegetation

Die Flora des kolumbianischen Amazonasgebiets ist extrem artenreich. Rund 40.000 verschiedene Baum- und Pflanzenarten, darunter zahlreiche Heilpflanzen, gedeihen in diesem tropischen immergrünen Regenwaldgebiet.

Die weite Landschaft der Llanos Orientales ist hingegen durch weite Grassteppen und Sumpfgebiete geprägt. Sowohl die Llanos Orientales als auch das Amazonasgebiet sind landschaftlich beeindruckend. Botanisch interessanter ist aber mit Sicherheit das Amazonasgebiet.

Tierbeobachtungen – Säugetiere sieht man in den Llanos häufiger

Zahlreiche exotische Tierarten wie Affen, Jaguare und Faultiere sind sowohl im Amazonasgebiet als auch in den Llanos Orientales beheimatet. In den dichten Wäldern des Amazonas-Regenwalds ist es jedoch relativ schwierig, Säugetierarten zu beobachten.

Der Fokus von Tierbeobachtungen liegt hier vorwiegend auf tropischen Insektenarten, Vögeln, Flussdelfinen und Piranhas. Die spärlichere Vegetation in den Llanos hingegen bieten deutlich bessere Möglichkeiten für Tierbeobachtungen. Gerade zur Trockenzeit können an den Wasserstellen zahlreiche Wildtiere beobachtet werden.

Die Chance, während einer Reise nach Kolumbien verschiedene Säugetierarten zu Gesicht zu bekommen, ist in den Llanos Orientales somit um ein Vielfaches höher.

Kultur – Llanos ist Gaucho-Land

Im Herzen des Amazonasgebiet Kolumbiens gibt es verschiedene indigene Dörfer. Urlauber können hier viel Interessantes über die traditionelle Lebensweise dieser südamerikanischen Urvölker erfahren.

Die Einwohner der Llanos Orientales, die sogenannten Llaneros, erinnern in ihrer Lebensweise an die nordamerikanischen Cowboys und die argentinischen Gauchos. Traditionell betreiben Sie in den weiten Landschaften der Llanos Rinderzucht.

Ideale Reisezeit – Llanos Reisezeit ist der europäische Winter

Die ideale Reisezeit für die Region Amazonien ist in den Monaten Juli und August. In diesen Monaten fallen am wenigsten Niederfälle. In den Llanos Orientales sind die trockensten Monate Dezember bis Februar.

Touristischer Bekanntheitsgrad – Die Llanos sind immer noch ein Geheimtipp

Sowohl das Amazonasgebiet als auch die Region der Llanos Orientales sind weit vom Massentourismus entfernt. Beide Naturreiseziele sind ein guter Tipp für Entdecker.

Während das Amazonasgebiet bei der kolumbianischen Stadtbevölkerung Kolumbiens lange Zeit als gefährlich galt, sind Kurztrips in den Dschungel in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden. In den Hotels von Leticia trifft man deshalb viele Gruppen an einheimischen Touristen an.

Die meisten dieser kolumbianischen Kurzurlauber beschränken ihren Urlaub jedoch auf Leticia und die unmittelbare Umgebung. Nur wenige einheimische Touristen übernachten in den Dschungel-Lodges tiefer im Regenwald. Diese sind eher bei internationalen Reisenden beliebt, für die ein Besuch des Amazonasgebiet oft fester Bestandteil einer Kolumbienreise ist.

Das Amazonasgebiet kann von daher sicher nicht mehr als echter Geheimtipp in Kolumbien bezeichnet werden, ist aber weit davon entfernt, touristisch überlaufen zu sein.  Unseren Kunden empfehlen wir immer gerne die kleine Ökolodge Calanoa, die im Herzen des Regenwalds liegt und ein authentisches Urwalderlebnis bietet. Hier können Sie fernab der Zivilisation entspannte Tage in den tropischen Wäldern verbringen und lernen das Ökosystem Regenwald bei verschiedenen Dschungelexkursionen kennen.

Llanos Orientales sind noch weitgehend unbekannt

Die kolumbianischen Llanos Orientales sind trotz der großartigen Natur bei Reisenden bisher noch weitgehend unbekannt. Hier kann man tatsächlich noch von einem echten Geheimtipp sprechen. Wenn Sie also gerne abseits der üblichen Touristenpfade reisen, authentische Reiseerlebnisse lieben und sich besonders für die artenreiche Tierwelt Kolumbiens interessieren, dann sind die Llanos Orientales eine ausgezeichnete Wahl für Sie!

Falls Sie weitere Fragen rund um eine Reise nach Kolumbien und die Llanos Orientales haben, rufen Sie uns gerne für eine unverbindliche Beratung an!

 

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