Kolumbien mit dem Mietwagen – für wen es passt und für wen nicht

Kolumbien mit dem Mietwagen bereisen – bei diesem Gedanken taucht bei vielen die Frage auf: Ist das nicht viel zu riskant?

Genau diese Frage haben wir uns selbst gestellt. Vor unserer ersten Reise waren wir uns unsicher, ob Kolumbien wirklich ein Land ist, das man eigenständig mit dem Auto erkunden sollte – oder, ob Sicherheitsbedenken und Infrastruktur dagegen sprechen.

Im Dezember 2024 haben wir es ausprobiert. Drei Wochen waren wir im Land unterwegs, rund zwei Wochen davon als Selbstfahrer – von Bogotá über die Kaffeezone bis nach Medellín.

In diesem Artikel teilen wir unsere ehrliche Erfahrung und zeigen Ihnen vor allem eines: Für wen eine Mietwagenreise durch Kolumbien gut funktioniert – und für wen eher nicht.

Unsere Erfahrungen – Mit dem Mietwagen von Bogotá bis Medellín

Wir sind ehrlich: Während der Reisevorbereitung keimten an manchen Tagen Zweifel auf, ob es wirklich eine gute Idee ist, einen Teil unserer Kolumbienreise mit dem Mietwagen zurückzulegen.

Wir wussten durch den engen Austausch mit unserer Partneragentur, dass wir nur in Regionen unterwegs sein würden, die als sicher gelten. Trotzdem hatten sich auch bei uns alte Bilder und Schlagzeilen von Drogenkriegen und Entführungen im Unterbewusstsein festgesetzt.

Und so beschäftigten uns Fragen wie: Kann man unterwegs einfach anhalten, einen Kaffee trinken und Pausen machen? Wie ist es in den Vororten der großen Städte? Muss man dort besonders vorsichtig sein? Und wie chaotisch ist der Verkehr? Wie gut sind die Straßen ausgebaut?

Erste Fahrtage: Schneller Alltag statt Daueranspannung

Was uns überrascht hat: Bereits die ersten Fahrstunden haben viele dieser Sorgen schnell relativiert.

Los ging es mit der Übernahme des Mietwagens. Hier waren wir froh, dass uns ein Guide begleitete – die Mietwagenstation lag etwas außerhalb des Zentrums, und es gab ein paar organisatorische Startprobleme wegen des Pico y Placa, des kolumbianischen Verkehrsbeschränkungssystems, das in vielen Großstädten in Kolumbien gilt.

In den Vororten von Bogotá

Kurz gesagt: Jedes Auto darf, abhängig von der letzten Zahl auf dem Nummernschild, nur an bestimmten Tagen in der Woche fahren. Das muss auch bei der Wahl des Mietwagens abhängig von der Reiseroute berücksichtigt werden.

Zum Glück regelte alles unser Guide, während wir entspannt warten konnten, bis schließlich unser Mietwagen vorgefahren wurde.

Dann ging es los. Der Verkehr in Bogotá war lebhaft, wir standen an vielen Ampeln und reihten uns in Staus ein. Doch je länger wir unterwegs waren, desto mehr legte sich das Lampenfieber. Bereits nach wenigen Kilometern fühlte sich das Unterwegssein als Selbstfahrer und Selbstfahrerin überraschend normal an.

Auch die Vororte von Bogotá machten uns nicht nervös. Die Eindrücke der Stadt zogen vorbei wie Bilder auf einer Kinoleinwand – wir sicher im Autositz, draußen das kolumbianische Alltagsleben.

Irgendwann wurden die Häuserreihen dünner, Beton ging in Natur über. Wir waren raus aus der Stadt und fuhren durch die sanften Hügel der Anden.

Die Landstraßen waren ruhig, Pausen, Cafés oder kurze Stopps unterwegs völlig unkompliziert. Spätestens jetzt spielte das Thema Sicherheit in unseren Köpfen kaum noch eine Rolle.

Dafür strengte uns etwas anderes mehr an.

Fahrpraxis: gut machbar – mit ein paar anstrengenden Etappen

Was uns positiv überrascht hat: Die Straßen sowohl in als auch außerhalb der Städte waren gut befahrbar, die Infrastruktur vielerorts vergleichbar mit dem europäischen Straßennetz.

Anstrengend sind weniger die Straßen selbst, sondern die Entfernungen. Kolumbien ist ein großes Land, die Reiseziele liegen oft weit auseinander. Fahrtage mit fünf bis sechs Stunden Fahrtzeit sind keine Sel­tenheit.

Kurze Zwischenstopps, um die Aussicht zu genießen
Sanfte Hügel der Anden

Für Ihre Reiseplanung lautet unsere Empfehlung:

Wer nicht gern längere Strecken selbst fährt, für den ist Kolumbien kein klassisches Selbstfahrerziel. In diesem Fall empfehlen wir Individualreisen mit privaten Transfers oder organisierte Rundreisen in Kleingruppen – beides bieten wir ebenfalls an.

Die meisten Etappen sind ruhig zu befahren. Anspruchsvoll wurde es vor allem bei einer Bergstrecke: dem Pass Alto de la Línea zwischen Honda und Armenia:

Typische Serpentinen der Hochanden, viel Verkehr, wenig Übersicht. Hinzu kam die Fahrweise mancher Einheimischer: nicht sehr aggressiv, aber doch fordernd.

Hier waren wir froh, zu zweit unterwegs zu sein und uns abwechseln zu können. Auch solche Abschnitte gehören in Kolumbien dazu.

Polizeikontrollen und Sprache: meist unkompliziert, mit etwas Vorbereitung entspannt

Was Sie als Selbstfahrer wissen sollten: Unterwegs kann es zu Polizeikontrollen kommen – das haben wir selbst erlebt.

Bei uns lief das freundlich und unkompliziert ab. Kurze Prüfung der Papiere, ein, zwei Fragen zu unserer Reiseroute – fünf Minuten später ging es weiter.

Auch von anderen Reisenden hören wir, dass solche Kontrollen vorkommen, in der Regel aber problemlos verlaufen.

Übrigens: Als Nachweis der Fahrerlaubnis reicht der nationale Führerschein in Kombination mit dem Reisepass.

Hilfreich ist es, ein paar Worte Spanisch zu sprechen oder eine Übersetzungs-App parat zu haben.

Mautstation auf der Strecke Richtung Kaffeezone
Weite Landschaften prägen das Bild

Ein Moment der Unsicherheit: lokaler Kontakt macht den Unterschied

Ausgerechnet bei der Rückgabe des Mietwagens erlebten wir einen kurzen Moment der Unsicherheit. Die Abgabe selbst war kein Problem – sondern die Frage, wie wir von der Mietwagenstation in Medellin zu unserem Hotel kommen sollten.

Ursprünglich wollten wir ein Uber nehmen. Doch da wir den Dienst noch nicht genutzt hatten, mussten wir uns erst anmelden – und irgendwie funktionierte das alles nicht so reibungslos wie gedacht.

Da unser Hotel nicht allzu weit entfernt war, kam kurz der Gedanke auf, zu Fuß zu gehen. Mit dem gesamten Gepäck durch ein Viertel, das wir nicht kannten, fühlte sich das allerdings nicht gut an.

Also griffen wir zum Telefon und riefen unsere Partneragentur an. Die Empfehlung kam klar und direkt: lieber nicht laufen. Stattdessen organisierten sie innerhalb kurzer Zeit einen Fahrer, der uns sicher ins Hotel brachte.

Für uns war das ein sehr konkretes Beispiel dafür, wie wertvoll ein Ansprechpartner vor Ort ist – gerade in Momenten, in denen man selbst kurz unsicher wird.

Unser Fazit aus eigener Erfahrung

Rückblickend war der größte Unterschied zwischen Erwartung und Realität dieser: Die eigentliche Herausforderung waren nicht Sicherheitsfragen, sondern einzelne längere Fahrten durch die Berge.

Das Gefühl von Unsicherheit hatte sich dagegen sehr schnell erledigt. Schon in Bogotá – und erst recht unterwegs – fühlte sich Kolumbien für uns wie ein normales Reiseland an.

Typische Fahrstrecke: Viele Serpentinen gilt es zu überwinden

Wichtig ist, sich in großen Städten an ein paar einfache Grundregeln zu halten: zum Beispiel in Bogotá nicht überall anzuhalten, vor allem nicht in Randbezirken. Auch Überlandfahrten im Dunkeln sollte man vermeiden und mit dem Mietwagen nur in Regionen fahren, die für Touristen als sicher gelten, etwa die Kaffeezone.

Übrigens: Im nächsten Kapitel steigen wir noch tiefer in das Thema Sicherheit ein und beantworten alle wichtigen Fragen zur Reiseplanung. 

Hält man sich an die Sicherheits-Basics, ist das Reisen mit dem Mietwagen durch Kolumbien aus unserer Erfahrung gut machbar.

Zwischendurch anhalten, die Aussicht genießen, unterwegs in einem Restaurant einkehren oder einen Kaffee trinken – all das war problemlos möglich.

Oder anders gesagt: Wir hatten uns im Vorfeld deutlich mehr Gedanken gemacht als nötig. Mit realistischer Planung, genügend Pausen und lokaler Unterstützung lässt sich Kolumbien gut als Selbstfahrer bereisen.

Wie sicher ist Kolumbien für Selbstfahrer

Für viele ist Sicherheit die zentrale Frage, wenn es um eine Reise nach Kolumbien geht – erst recht, wenn man selbst mit dem Mietwagen unterwegs sein möchte.

Deshalb finden wir es an dieser Stelle wichtig, nicht nur unsere eigenen Erfahrungen zu schildern, sondern auch die Einschätzungen unseres Partners vor Ort einzubeziehen.

Denn seine Aussagen waren auch für uns vorab enorm wichtig bei der Frage, ob wir Kolumbien als Selbstfahrer entdecken möchten, zumal wir auch mit unserem damals 8-jährigen Sohn unterwegs waren.

Alltag in Kolumbien: Sicherheit ist kein Dauer-Thema

Stephan Stober ist Geschäftsführer unserer Partneragentur neptuno, lebt seit 2008 in Kolumbien und arbeitet täglich mit Reisenden. Wir haben mit ihm ausführlich über das Thema Sicherheit in Kolumbien gesprochen (das Interview dazu können Sie hier nachlesen).

Gefragt darauf, wie sicher oder unsicher er sich im Alltag in Kolumbien fühlt, sagt er:

„Im Alltag denke ich ehrlich gesagt selten über Sicherheit nach. Das Thema Guerilla oder Drogenkartelle ist im täglichen Leben so gut wie nicht präsent.“

Das deckt sich mit dem, was wir selbst erlebt haben. In den Regionen, die wir bereisen und für Mietwagenreisen empfehlen, fühlt sich der Alltag normal an. Als Reisender unternimmt man Ausflüge, geht einkaufen und begegnet anderen Menschen.

Für Reisende bedeutet das: Wer sich an grundlegende Regeln hält, die für alle Länder in Lateinamerika gelten, und in geeigneten Gegenden unterwegs ist, erlebt Kolumbien heute als Reiseland ähnlich wie Brasilien, Ecuador, Panama oder Chile.

Realistische Einordnung: Kolumbien ist kein Freizeitpark

Gleichzeitig ist Kolumbien kein Freizeitpark. Es ist ein Schwellenland mit großen sozialen Unterschieden – Kriminalität ist verbreitet.

Zwischenstopps auf dem Land sind völlig unproblematisch

Nachts über Land zu fahren, ist zum Beispiel nicht empfehlenswert. In größeren Städten wie Bogotá und Medellín sollte man bestimmte Viertel meiden und aufmerksam bleiben – so wie in vielen Metropolen Lateinamerikas.

Diese realistische Einordnung ist wichtig. Sicheres Reisen bedeutet in Kolumbien bewusste Reiseplanung und nicht blauäugige Sorglosigkeit. Das beginnt vor allem bei der Frage, welche Regionen ich als Tourist sicher bereisen kann. Denn so Stephan:

„Die klassischen Reiserouten gehören zu den sichersten Bereichen des Landes.“

Welche Regionen zählen zu den sicheren und klassischen Reiserouten?

Für Selbstfahrer eignen sich vor allem Gebiete mit guter touristischer Infrastruktur:

  • Bogotá und das Umland
  • die Kaffeezone mit Armenia und Pereira sowie die Tatacoa-Wüste
  • Medellín mit seinem grünen Hinterland
  • die Karibikküste mit Santa Marta, Cartagena und dem Tayrona-Nationalpark

Abgelegene Grenzregionen oder sehr ländliche Gebiete ohne Infrastruktur gehören dagegen nicht zu einer Mietwagenreise.

Autofahren in Kolumbien: besser als viele erwarten

Und wie sieht es konkret mit dem Autofahren aus? Dazu meint unser Partner vor Ort:

„Eine Selbstfahrerreise ist in vielen Regionen Kolumbiens absolut problemlos möglich. Die Straßen haben sich deutlich verbessert, und die Navigation per App funktioniert zuverlässig.“

Auch das können wir aus eigener Erfahrung bestätigen. Entscheidend ist, die Etappen realistisch zu planen, Fahrten durch die Berge nicht zu unterschätzen und genügend Zeit einzuplanen.

Denn wie wir im oberen Abschnitt bereits erwähnt haben: Die Strecken von einem Reiseziel zum anderen ziehen sich – Fahrtzeiten von fünf bis sechs Stunden an den Fahrtagen sind eher die Regel als die Ausnahme.

Wer das von Anfang an berücksichtigt, reist deutlich entspannter – und erlebt Kolumbien nicht aus dem Stress heraus, sondern mit Zeit für Pausen, kleinen Stopps unterwegs und mit vielen imposanten Landschaften, die dieses Land so besonders machen.

Wenn Sie das Thema weiter vertiefen möchten, hier noch zwei Lesetipps für Sie:

Erster Lesetipp: Interview mit unserem Partner vor Ort zum Thema Sicherheit in Kolumbien

Zweiter Lesetipp: Unser ausführlicher und vielfach gelesener Artikel zum Thema „Wie sicher ist Kolumbien“. Hier fassen wir alle wichtigen Informationen inklusive Verhaltenstipps zusammen.

Für wen sich eine Mietwagenreise durch Kolumbien wirklich eignet – und für wen nicht

Wir haben auf unserer Reise die Erfahrung gemacht, dass sich Kolumbien in bestimmten Regionen sehr gut für eine Selbstfahrerreise eignet. Die wichtigsten Strecken sind gut ausgebaut, die Navigation funktioniert zuverlässig, und in den klassischen Reisegebieten fühlt sich das Unterwegssein sicher an.

Trotzdem wäre es aus unserer Sicht nicht seriös zu sagen, dass Kolumbien für jeden das ideale Mietwagenreiseland ist.

Für wen sich eine Mietwagenreise durch Kolumbien wirklich eignet

Aus unserer Erfahrung passt eine Selbstfahrerreise durch Kolumbien vor allem zu Ihnen, wenn Sie sich in folgenden Punkten wiederfinden:

  • Sie haben bereits Reiseerfahrung außerhalb Europas gesammelt
  • längere Fahrtstrecken schrecken Sie nicht ab
  • Sie kommen auch mit lebhaftem Verkehr in Großstädten zurecht
  • Sie sind es gewohnt, sich unterwegs selbst zu organisieren
  • ein paar Worte Spanisch sind für Sie machbar – oder Sie sind bereit, sich mit einer App zu helfen

Wenn das auf Sie zutrifft, bietet Ihnen Kolumbien als Selbstfahrer genau das, was viele suchen: Freiheit, Flexibilität und intensive Einblicke in Landschaft und Alltag.

Wann wir eher von einer Mietwagenreise abraten würden

Genauso wichtig ist die ehrliche Einordnung:

Eine Selbstfahrerreise durch Kolumbien ist aus unserer Sicht nicht die beste Wahl, wenn Sie:

  • ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis haben
  • Ihre erste Fernreise planen
  • sich im Straßenverkehr schnell unsicher fühlen
  • lange Fahrten eher als Belastung empfinden
  • möglichst wenig selbst organisieren möchten

In diesen Fällen erleben Sie Kolumbien oft entspannter mit privaten Transfers oder im Rahmen einer geführten Rundreise in einer Kleingruppe.

Unser Rat

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Mietwagenreise durch Kolumbien zu Ihnen passt, sprechen Sie am besten mit uns darüber.

Wir kennen die Regionen, die Fahrdistanzen und die typischen Stolpersteine – und helfen Ihnen, ehrlich einzuschätzen, welche Reiseform zu Ihren Wünschen und zu Ihrem persönlichen Reisegefühl passt.

Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Mietwagenreisen zu verkaufen. Sondern Reisen anzubieten, die sich für unsere Kundinnen und Kunden stimmig anfühlen.

9 Praktische Tipps für Selbstfahrer in Kolumbien

Wenn Sie sich für eine Selbstfahrerreise durch Kolumbien interessieren, helfen ein paar einfache Vorbereitungen dabei, entspannter unterwegs zu sein. Vieles ist kein Hexenwerk – aber gerade Kleinigkeiten machen am Ende den Unterschied.

#1 – Fahrzeiten realistisch planen

Kolumbien ist groß. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen ziehen sich – Fahrtage mit fünf bis sechs Stunden sind eher die Regel als die Ausnahme.

Unser Tipp: Lieber weniger Etappen einplanen und dafür mehr Zeit pro Ort lassen. Wer versucht, zu viel Strecke in zu kurzer Zeit unterzubringen, reist unnötig gestresst.

Gerade in den Bergen dauern Fahrten oft länger, als es Navigations-Apps zunächst vermuten lassen.

#2 – Nicht im Dunkeln über Land fahren

Überlandfahrten bei Nacht würden wir vermeiden. Zum einen wegen der Straßenverhältnisse, zum anderen wegen unbeleuchteter Fahrzeuge oder Tieren auf der Fahrbahn.

Tagsüber unterwegs zu sein, ist deutlich entspannter – und landschaftlich ohnehin schöner.

#3 – Nur in geeigneten Reiseregionen unterwegs sein

Für Selbstfahrer gilt in Kolumbien ganz besonders: Nicht jede Region eignet sich für eine Mietwagenreise.

Wir planen unsere Routen bewusst so, dass Sie ausschließlich in Gegenden unterwegs sind, die touristisch erschlossen sind und als sicher gelten. Dazu gehören klassische Reisegebiete wie die Kaffeezone, Medellín und das Umland, Bogotá mit Umgebung, die Karibikküste sowie ausgewählte Naturregionen.

Abgelegene Grenzregionen oder sehr ländliche Gebiete ohne Infrastruktur gehören nicht zu einer Selbstfahrerreise.

Genau hier liegt einer der größten Vorteile einer geplanten Mietwagenreise: Die Route ist nicht zufällig zusammengestellt, sondern basiert auf lokaler Erfahrung. Wir stimmen jede Strecke mit unserem Partner vor Ort ab – damit Sie sich auf das Reisen konzentrieren können und nicht auf Sicherheitsfragen.

#4 – Verkehrsbeschränkungen in Städten beachten („Pico y Placa“)

In einigen größeren Städten Kolumbiens – etwa in Bogotá oder Medellín – gibt es das Verkehrssystem „Pico y Placa“. Dabei dürfen Fahrzeuge mit bestimmten Nummernschildern an festgelegten Tagen oder zu bestimmten Uhrzeiten nicht in bestimmte Stadtbereiche fahren – das gilt auch für Mietwagen.

Wer gegen die Regelung verstößt, also mit einem Wagen unterwegs ist, der an diesem Tag keine Fahrerlaubnis hat, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen (mehr als 100 Euro).

Wer eine Mietwagenreise komplett selbst organisiert, sollte diese Regelungen nicht nur kennen, sondern die Reiseroute abgestimmt auf das Verkehrssystem „Pico y Placa“ kennen. Die Vorgaben unterscheiden sich von Stadt zu Stadt und können sich im Laufe der Zeit ändern.

Das ist planbar, erfordert jedoch sorgfältige und aktuelle Recherche.

Bei einer Reise über einen spezialisierten Kolumbien-Veranstalter wird dieses Thema im Hintergrund mitgedacht.

Die Route wird entsprechend abgestimmt. Bei der Mietwagenübernahme begleitet Sie ein Reiseleiter, der zusammen mit der Mietwagenfirma darauf achtet, dass Sie das passende Fahrzeug bekommen.

Und sollte es dennoch Einschränkungen geben, organisieren wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort praktische Lösungen. Etwa, dass Sie Ihr Auto in einem sicheren Vorort parken und abstellen und dann mit einem von uns organisierten Transfer zu Ihrem Hotel gebracht werden.

#5 – Navigation und SIM-Karte

Die Navigation per Smartphone mit Google Maps oder Waze funktioniert unserer Erfahrung nach sehr zuverlässig. Lokale SIM-Karten erhalten Sie an Flughäfen und in Geschäften in größeren Städten, typische Anbieter sind Claro und Movistar. Alternativ können Sie vorab eine eSIM für Ihr Handy einrichten.

Bei Organisation über Reiseveranstalter wie Napur Tours können wir Ihnen auch eine SIM-Karte besorgen, die Sie dann vor Ort erhalten.

#6 – Ein paar Worte Spanisch helfen enorm

Da die meisten Kolumbianer*innen kein Englisch sprechen, ist es von Vorteil, etwas Spanisch zu sprechen. Besonders bei Polizeikontrollen, an Tankstellen oder in kleinen Orten. Wer kein Spanisch spricht, sollte eine Übersetzungs-App auf dem Handy haben.

#7 – Polizeikontrollen: ruhig bleiben

Kontrollen können vorkommen. In der Regel sind sie freundlich und schnell erledigt.

Bereithalten sollten Sie:

  • Reisepass
  • nationaler Führerschein
  • Mietwagenunterlagen

Ein ruhiger, respektvoller Umgang reicht meist völlig aus.

#8 – In Städten auf einfache Grundregeln achten

In größeren Städten gilt: nicht überall anhalten, vor allem nicht in Randbezirken. Wertgegenstände nicht sichtbar im Auto lassen. Bei Unsicherheit lieber weiterfahren oder den lokalen Ansprechpartner kontaktieren. Das sind keine speziellen Kolumbien-Regeln – sondern Basics, die für viele Länder Lateinamerikas gelten.

Allagsleben: Hier die Markthalle in Honda

#9 – Lokaler Kontakt macht den Unterschied

Der größte Pluspunkt bei einer geplanten Mietwagenreise ist der Ansprechpartner vor Ort – und genau den haben Sie, wenn Sie Ihre Reise über uns buchen.

Wir arbeiten eng mit unserer Partneragentur in Kolumbien zusammen. Das bedeutet: Sie sind unterwegs nicht auf sich allein gestellt. Bei Fragen zur Route, bei Unsicherheiten oder in unerwarteten Situationen erreichen Sie jederzeit jemanden vor Ort.

Gerade bei der Übernahme des Mietwagens ist das hilfreich. Die kolumbianische Bürokratie kann manchmal etwas umständlich sein, und es kommt vor, dass Unterlagen geprüft oder Dinge mehrfach erklärt werden müssen. Auf Wunsch begleiten wir die Übergabe oder organisieren einen Guide, der unterstützt – damit Sie entspannt starten können.

Auch später auf der Reise gilt: Wenn etwas unklar ist, greifen Sie zum Telefon. Wir helfen bei der Organisation von Transfers, geben Einschätzungen zu bestimmten Gegenden oder unterstützen bei kleinen Problemen unterwegs.

Fazit: Kolumbien als Selbstfahrer geht gut – aber nicht für jede und jeden

Kolumbien lässt sich in vielen Regionen gut mit dem Mietwagen bereisen – wenn die Route passt und die Erwartungen realistisch sind.

Der entscheidende Punkt ist aus unserer Sicht nicht die Frage, ob eine Selbstfahrerreise grundsätzlich möglich ist (das ist sie). Sondern ob sie zu Ihnen passt.

Genau dabei unterstützen wir Sie.

Wir kennen die Strecken, die Regionen und die typischen Unsicherheiten aus eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen mit unseren Kooperationspartnern vor Ort. Gemeinsam schauen wir, welche Reiseform für Sie die richtige ist – ob mit Mietwagen, mit privaten Transfers oder als geführte Kleingruppenreise.

Wenn Sie gerade überlegen, wie Sie Kolumbien am besten entdecken möchten und womit Sie sich gut fühlen, sprechen Sie uns gern an. Dann finden wir gemeinsam die Lösung, die sich für Sie wirklich stimmig anfühlt.

Wer hier schreibt
Abstraktes Wellenmuster aus grünen, blattähnlichen Formen auf hellem Grund
Bild von Dirk Eichenlaub
Dirk Eichenlaub

Dirk Eichenlaub kennt Lateinamerika nicht nur aus Reiseführern, sondern aus eigener Erfahrung. Er hat Kolumbien und Costa Rica intensiv bereist und ist tief in die Natur und Kultur dieser faszinierenden Länder eingetaucht. Besonders die Herzlichkeit der Menschen hat ihn nachhaltig beeindruckt.

Bei Napur Tours kümmert er sich um alles rund um die Webseite und das Marketing und berät Kundinnen und Kunden. In seinen Blogartikeln liegt es ihm besonderes am Herzen, Leserinnen und Leser mit fundierten Reisetipps und wertvollen Informationen zu versorgen – damit sie bestens vorbereitet sind und ihre Reise rundum genießen können.

mehr über Dirk Eichenlaub erfahren > 

Diskutieren Sie diesen Beitrag bei Social Media:

Lassen Sie sich inspirieren
Unsere Reisetipps für Sie
Abstraktes Wellenmuster aus grünen, blattähnlichen Formen auf hellem Grund
Nach oben scrollen