Straßen in Costa Rica

Datum, 12.05.2018 | Stephan Martens

Die Straßen in Costa Rica sind schlecht? Wie sind die Straßen in Costa Rica? Sicher eine der häufigsten Fragen welche mir gestellt werden wenn ich mit Reisewilligen über das Land zwischen den Ozeanen im Herzen Mittelamerikas spreche.

Nur Schlaglöcher in Costa Rica?

Ja es geht natürlich zumeist darum ob man es sich zutraut hier selbst zu fahren. Denn in Punkto Freiheit und Flexibilität ist eine maßgeschneiderte Mietwagentour wohl die intensivste Art das Tropenparadies zu erleben. In vielen Reiseführern, auf den Seiten des Auswärtigen Amtes oder in anderen Quellen werden noch immer alte Zustände gezeichnet.

Straßen in Costa Rica

Yaris und Bulli

Früher war es ein flotter Spruch zu sagen: „Es ist gut wenn zwischen den Schlaglöchern noch mal ein Stück Straße zu finden ist.“ Heute sind die Verhältnisse ganz andere. Nur noch wirklich wenige Strecken weisen in der Asphaltdecke brutale Löcher in großer Zahl auf. Auch die Schotterpisten werden regelmäßig gepflegt. Bestimmt, etwas Umstellung ist angesagt:

Wir verwöhnten Mitteleuropäer kennen befestigte Banketten, Linien, Leitplanken und dahin gegen Schotterpisten ja fast gar nicht mehr. Besonnenes Fahren und mit aller Ruhe und Zeit ist hier also angesagt.

Dann und auch nach wenigen Tagen fährt es sich auf den Straßen in Costa Rica sehr entspannt. Kaum ein einheimischer Verkehrsteilnehmer zeigt die Agressivität wie viele in Europa. Es wird gehupt, klar. Aber eher als Warnung beim Überholen oder als Dankeschön oder als netter Gruß. Hupt man in Europa hingegen, erntet man sofort einen erigierten Mittelfinger.

Straßen in Costa Rica: In der Stadt und auf dem Lande

Im Zentraltal um San Jose herrscht, wie im Dunstkeis einer jeden Großstadt, regelmäßig Verkehrschaos wegen hohen Aufkommens. Aber dieses Chaos wird von den Ticos mit großer Gelassenheit gesehen. Ja uns Europäern sofort in den Sinn kommende Verbesserungen in der Verkehrsführung und Leitung werden erst gar nicht angegangen. Es ist halt so, und es ist gut so wie es ist. Pura Vida!

Straßen in Costa Rica

Nissan Urvan für kleine Gruppen

Die Straßen in Costa Rica auf dem Lande hingegen weisen oft eine geringe Verkehrsdichte auf; hier gleitet man entspannt dahin und kann die Landschaft sogar als Fahrer genießen. Heute selbstverständliche Navigationssysteme machen es dann erst recht einfach.

Die neueste Möglichkeit, die Nutzung eines Hotspots im Fahrzeug in Kombination mit einer Navi-App auf dem Smartphone (z B die App Waze) bingen noch mehr Gelassenheit. Da im Gegensatz zu Mitteleuropa in weiten Landesteilen das Telefonnetz in 4G-Qualität vorhanden ist, werden Hindernisse, Verkehrskontrollen, Staus sehr präzise angezeigt. Und die übrigen Passagiere im Wagen haben natürlich ständig Zugriff auf das Internet.

Straßen in Costa Rica: Allrad oder nicht?

Erfordern die Straßen in Costa Rica nun einen Allradwagen? Ganz „klar“:  jaein. Sicher, ein Fahrzeug mit etwas mehr Bodefreiheit als ein Porsche schadet nicht. Aber ich zum Beispiel, wenn ich im Land privat unterwegs bin, reise mit einem Toyota Yaris. Dann bin ich, zugegeben, aber auch nicht auf den letzten Metern vor dem Ende der Welt unterwegs. Wer sich aber nicht ganz sicher ist, dem seien die kompakten, wirtschaftlichen Allrader wie Daihatsu Bego oder Hyundai Tucson empfohlen.

Straßen in Costa Rica

Allrad oder nicht?

Für Gruppen ab 4-5 Personen (bis 7 vielleicht) sind die Dieselbusse von Toyota oder Nissan eine gute Wahl. Platz für Gepäck ohne Ende, hohe Bodenfreiheit und gute Übersicht. Zwar kein Allrad, aber Heckantrieb und Robustheit.

Costa Ricas Straßen sind wirklich besser als ihr Ruf. Nehmen sie sich die nötige Ruhe und Zeit und so werden sie schnell Gefallen daran finden so eher ganz „ohne Verkehrsregeln“ zurecht zu kommen.

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