Die aktuelle Situation in Nicaragua

Datum, 16.05.2018 | Stephan Martens

Die aktuelle Situation in Nicaragua stellt sich unseren Kollegen vor Ort und uns folgendermassen dar: Am 19. April kam es in vielen Städten Nicaraguas zu Demonstrationen unter der Führung von Studenten gegen die aktuelle Regierung.

Situation in Nicaragua: Ursachen der Proteste

Der Auslöser der massiven Proteste war eine umstrittene Sozialreform, die gerade von der Regierung wieder rückgängig gemacht wurde. Die Unzufriedenheit und Frustration der Menschen mit der Situation in Nicaragua und der autoritären und korrupten Regierung Daniel Ortegas und seiner Frau ist nicht neu und hatte sich in letzter Zeit gesteigert.

Situation in Nicaragua

Politik auf Fassaden

Die Proteste wurden von der Polizei, teilweise vom Militär und von bezahlten Schlägertrupps der „sandinistischen Jugend“ energisch niedergeschlagen und es sind leider rund 65 Tote zu beklagen.

Der Versuch die Morde zu verheimlichen und die Verweigerung der Regierung, neutrale internationale Organisationen zur Aufklärung und Hilfe zuzulassen, sorgten für eine breite Solidarität der Menschen mit den aufständischen Studenten und es kam in der Folge zu weiteren Großkundgebungen und Protesten gegen die Regierung in vielen Städten.

Diese verliefen glücklicherweise bis letzte Woche weitgehend friedlich. Die Situation in Naicaragua bleibt jedoch unübersichtlich.

 

Situation in Nicaragua: aktuelle Auswirkungen auf den Tourismus

Situation in Nicaragua

Der Held der Sandinisten

Die sehr offensichtliche Taktik der Ortega-Regierung ist es jetzt, der protestierenden Bevölkerung Gewalt und die Unruhen in die Schuhe zu schieben, die in der Realität jedoch von der regierungsnahen „sandinistischen Jugend“ provoziert wird.

So kam es am gerade Wochenende in Masaya zu gewalttätigen Unruhen, in deren Folge der bei Touristen beliebte Handwerks- und Kunstmarkt in Brand gesteckt und beschädigt wurde.

Die Situation in Nicaragua ist sehr angespannt und es ist auch jetzt aktuell wieder mit Ausbrüchen von Gewalt zu rechnen, leider auch in touristischen Städten wie zum Beispiel Granada oder León.

 

Wir und unsere Partner vor Ort raten deshalb ab sofort bis mindestens Ende Juni von Reisen nach Nicaragua ab und schätzen die Lage dann und regelmäßig erneut ein.

Für den jetzigen Mittwoch sind Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition geplant. Der Internationale Gerichtshof für Menschenrechte ist zur Beobachtung der Treffen eingeladen und das ist eine sehr gute Nachricht.

Wir wünschen, dass sich die Lage bald ruhiger wir und eine einvernehmliche und gewaltfreie Lösung gefunden wird, damit die politische Situation in Nicaragua wieder zum Wachstum der Wirtschaft mit dem für das Land so wichtigen Tourismus wieder beitragen kann.

 

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