Die aktuelle Situation in Nicaragua

Datum, 16.05.2018 | Stephan Martens | 10 Kommentare

Stand 04.09.2018: Zur Zeit gibt es keinerlei Probleme, eine Reise nach Nicaragua anzutreten.  Es ist heute genauso unproblematisch wie früher bzgl. der Sicherheit.  Natürlich müssen, nach wie vor, die normalen Sicherheitsbedingungen respektiert werden.

Stand 19.04.2018: Die aktuelle Situation in Nicaragua stellt sich unseren Kollegen vor Ort und uns folgendermassen dar: Am 19. April kam es in vielen Städten Nicaraguas zu Demonstrationen unter der Führung von Studenten gegen die aktuelle Regierung.

Situation in Nicaragua: Ursachen der Proteste

Der Auslöser der massiven Proteste war eine umstrittene Sozialreform, die gerade von der Regierung wieder rückgängig gemacht wurde. Die Unzufriedenheit und Frustration der Menschen mit der Situation in Nicaragua und der autoritären und korrupten Regierung Daniel Ortegas und seiner Frau ist nicht neu und hatte sich in letzter Zeit gesteigert.

Situation in Nicaragua

Politik auf Fassaden

Die Proteste wurden von der Polizei, teilweise vom Militär und von bezahlten Schlägertrupps der „sandinistischen Jugend“ energisch niedergeschlagen und es sind leider rund 65 Tote zu beklagen.

Der Versuch die Morde zu verheimlichen und die Verweigerung der Regierung, neutrale internationale Organisationen zur Aufklärung und Hilfe zuzulassen, sorgten für eine breite Solidarität der Menschen mit den aufständischen Studenten und es kam in der Folge zu weiteren Großkundgebungen und Protesten gegen die Regierung in vielen Städten.

Diese verliefen glücklicherweise bis letzte Woche weitgehend friedlich. Die Situation in Naicaragua bleibt jedoch unübersichtlich.

 

Situation in Nicaragua: aktuelle Auswirkungen auf den Tourismus

Situation in Nicaragua

Der Held der Sandinisten

Die sehr offensichtliche Taktik der Ortega-Regierung ist es jetzt, der protestierenden Bevölkerung Gewalt und die Unruhen in die Schuhe zu schieben, die in der Realität jedoch von der regierungsnahen „sandinistischen Jugend“ provoziert wird.

So kam es am gerade Wochenende in Masaya zu gewalttätigen Unruhen, in deren Folge der bei Touristen beliebte Handwerks- und Kunstmarkt in Brand gesteckt und beschädigt wurde.

Die Situation in Nicaragua ist sehr angespannt und es ist auch jetzt aktuell wieder mit Ausbrüchen von Gewalt zu rechnen, leider auch in touristischen Städten wie zum Beispiel Granada oder León.

 

Wir und unsere Partner vor Ort raten deshalb ab sofort bis mindestens Ende Juni von Reisen nach Nicaragua ab und schätzen die Lage dann und regelmäßig erneut ein.

Für den jetzigen Mittwoch sind Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition geplant. Der Internationale Gerichtshof für Menschenrechte ist zur Beobachtung der Treffen eingeladen und das ist eine sehr gute Nachricht.

Wir wünschen, dass sich die Lage bald ruhiger wir und eine einvernehmliche und gewaltfreie Lösung gefunden wird, damit die politische Situation in Nicaragua wieder zum Wachstum der Wirtschaft mit dem für das Land so wichtigen Tourismus wieder beitragen kann.

 

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10 thoughts on “Die aktuelle Situation in Nicaragua”

  1. Hallo zusammen,
    Wir haben auch für Oktober 2018 einen Flug nach Nicaragua gebucht. Und wir sind jetzt am überlegen ob wir nicht lieber weiter nach costa rica fahren. Aber eigentlich wollen wir das nicht. Hat jemand denn neuigkeiten wie es das aktuell vor ort aussieht?

    1. Hallo Lisa, unsere Partner vor Ort bieten uns als Reiseveranstalter weiter keine Leistungen an. Sie würde ja gerne wieder mit Tourismus Geld verdienen, kann man sich denken. Daher raten auch wir weiter ab. Bestimmt ist mit Einschränkungen das Reisen individuell möglich, doch ein entspannter Urlaub sieht bestimmt anders aus. Versuchen Sie umzubuchen. Costa Rica oder Panama bieten so viel. Herzliche Grüße Stephan Martens

      1. Hallo Lisa,
        Stephan war gerade drei Wochen in Brasilien und ich habe den aktuellsten Stand vom 04.09.2018. Mein Kollege aus Granada schreibt: „Zur Zeit gibt es keinerlei Probleme, eine Reise nach Nicaragua anzutreten. Es ist heute genauso unproblematisch wie frueher in Bezug auf die Sicherheit. Genauso gilt dies für Corn Island. Natuerlich müssen, nach wie vor, die normale Sicherheitsbedingungen respektiert werden.“ Also würde ich sagen, Ihr könnt Eure Reise wie geplant antreten :).
        Liebe Grüße
        Steffi

  2. Anfang Januar 2019 möchte ich für längere Zeit als Freiwillige auf der Ferieninsel Big Corn Island arbeiten und das Inselleben genießen.
    Obwohl mir die Betreiberin des Hostels beteuerte, dass diese Insel ungefährlich sei, wurde mir von anderen Personen dringend abgeraten, (als Alleinreisende Europäerin „Gringa“) nach Nicaragua zu reisen.
    Die vermutlich friedliche Insel ist nur per Flug von Managua aus zu erreichen.
    Muss ich diese Reise nun absagen?

    1. Hallo!
      Eigentlich würde ich sagen, dass Du ruhig nach Nicaragua gehen kannst. Ich habe aber nun noch einmal unsere Kollegin in Granada angeschrieben und gebe Dir noch einmal Bescheid, sobald ich eine Rückmeldung habe!
      Liebe Grüße,
      Steffi

  3. Wir wollen (erst) im Februar 2019 nach Nicaragua kommen und uns mit dem Auto durch das Land bewegen, da kommt man sicherlich auch durch Städte – Managua selbst könnten wir auch auslassen, wenn es zu dem Zeitpunkt zu gefährlich ist. Die Frage ist eher, kann man sich grundsätzlich auf den „Touristenpfaden“ bewegen oder sollte man mit einer Flugbuchung besser noch warten? Dass eine Einschätzung der politischen Lage und Entwicklung nicht abgeschätzt werden kann, ist klar!

    1. Hi Jeannette, danke für Ihre Mail. Hier die Einschätzung (ganz aktuell von heute) unseres Partners in Nicaragua:

      „Seit dem Ausbruch der Unruhen in Nicaragua am 18 April 2018 hat sich leider die Situation weiter verschlechtert. Bis zur Abhaltung von Neuwahlen ist nicht mit einer Beruhigung der Lage zu rechnen. Einen verbindlichen Termin für vorgezogene Wahlen gibt es nicht. Spekuliert wird über einen möglichen Termin Ende März 2019 und es ist bis mindestens zu diesem Zeitpunkt unverantwortlich, Gäste nach Nicaragua zu schicken.“

      Viele Grüße
      Stephan Martens, napur tours

    1. Hallo Simon,
      es bleibt noch angespannt aber die Gewalttätigkeiten sind vorüber. Ich würde zunächst noch abwarten was Besuche betrifft. Grundsätzlich möglich aber vllt sieht es in einigen Monaten deutlich besser und klarer aus. Abseits der Städte war auch in den letzten Monaten das Reisen kein Problem. Aber gerade die Städte in Nica sind ja besuchenswert.
      Gruß Stephan

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