Suriname Reisebericht: napur tours-Kunden erzählen von ihren Eindrücken

Datum, 17.10.2019 | napur tours Team
  • Lesen Sie hier diesen interessanten Suriname Reisebericht, um einen Eindruck für Reisen in diesem Land zu bekommen.
  • Unsere Kunden waren als Familie mit zwei Teenagern unterwegs und haben ihre Eindrücke für uns und Sie festgehalten. 
  • Sie haben die Hauptstadt Paramaribo besucht und waren im Regenwald unterwegs. 
  • Sie haben die Awarradam Jungle Lodge besucht und bei der Palumeu Lodge die Kasikasima Jungel Expedition unternommen.
Kulturstadt Paramaribo

Erleben Sie die entspannte Atmosphäre von Paramaribo und spazieren Sie vorbei an der Moschee & Synagoge, die gleich nebeneinander liegen

Unsere Suriname Reise vom 24.08. – 08.09.2019

Am Flughafen wurden wir von einer Art „Sammeltaxi“ eingesammelt, in dem außer uns noch einige andere Fahrgäste, eigentlich nur Einheimische, saßen, die mit dem gleichen Flieger wie wir angekommen waren.

Vom Hotel in die Stadt sollen es ca. 45 km sein. Aber das kann dauern … Wir kamen Samstag abends um 19.15 Uhr an, aber bis wir im Hotel waren, war es nach 23 Uhr. Zum einen war unglaublich viel Verkehr, so dass wir eine längere Strecke nur im Stopp and Go fahren konnten, zum anderen wurden alle Fahrgäste fast bis an die Haustür gebracht. Aber das allein war schon witzig, weil man als Tourist – und dann KEIN Holländer – ein echter Exot ist. So kommt man leicht ins Gespräch …

Unser Hotel in Paramaribo: La Petite Maison

Beim Hotel „La Petite Maison“ handelt es sich um ein hübsches Häuschen, das von außen aussieht wie ein Wohnhaus. Die Angestellten waren bis auf die üblichen Ausnahmen 🙂 sehr nett, findig und hilfsbereit. Die Zimmer sind sehr unterschiedlich, aber alle sauber und freundlich. Das unserer Kinder war deutlich kleiner als unseres, aber ausreichend, weil man sich dort kaum aufhält.

Hier die schöne Aussicht von unserem Hotel La Petite Maison mit „Parkblick“

Unser Zimmer hatte angeblich „Parkblick“. Im Vordergrund des Bildes sieht man das Restaurant im Hof auf der Rückseite des Hotels, wo auch das Frühstück serviert wurde, im Hintergrund ca. 1/3 der Rückseite eines Kongressgebäudes und seitlich ein paar Bäume. Das muss wohl
der „Park“ sein :-).

Aber nachdem man wegen der Hitze meistens sowieso die Vorhänge zu hat, ist das völlig egal.

Das Hotel liegt direkt am Flussufer, wo es auch Buden mit Kunsthandwerk und Bewirtung gibt. Das ist abends ganz nett. Allerdings ist dort am Wochenende die ganze Nacht Party. Und da die Fenster schlecht sind, ist es bis morgens um 4 wirklich sehr laut. Meinen Kindern war das völlig egal und mein Mann ist unmittelbar eingeschlafen, nur mich hinderte die laute Musik am Schlafen.

Ein Guide sagte: „if you can’t beat them, join them“ – auch eine Idee … Als ich mal ansprach, es sei ja vielleicht besser gewesen, ein ruhigeres Hotel mit Pool zu haben (weil man sich dann auch mal draußen aufhalten könne), widersprach mir meine komplette Familie. Das alternativ angebotene Hotel Eco Torarica (mit Pool) befindet sich in einem für Paramaribo sehr touristischen Umfeld, umgeben von anderen Hotels, Casinos, Bars, Andenkengeschäfte.

Vom Hotel „La Petite Maison” kann man gut zu Fuß in die Einkaufsstraßen und zur Markthalle kommen, allerdings hatte ich ständig das Gefühl, ich schmilze regelrecht in der Sonne.

Ausflüge in die Umgebung von Paramaribo

Ausflug zum Commewijne mit Besichtigung einer PLantage

Bei der City Tour in Paramaribo und dem anschließenden Besuch von Commewijne konnten wir viele Eindrücke, auch kulinarischer Art, gewinnen.

Am Sonntag wurden wir morgens abgeholt und machten mit einem sehr netten Guide – Giovanni (nein, kein Italiener, sondern sehr, sehr dunkelhäutig) – eine Stadtrundfahrt und besuchten diverse Märkte (chinesisch, javanesisch etc.) – sehr interessant!

Danach fuhren wir über die Brücke in den Commewijne Distrikt, nach Pepperpot und zu einer alten Plantage. Auf  dem Weg gingen wir in einem typischen javanesischen Restaurant essen.

Auf zur Awarradam Jungle Lodge

Reisebericht Suriname mit Awarradam Jungle Lodge

Hier besuchen wir die Awarradam Jungle Lodge, wo wir ein paar schöne Tage genssen haben.

Am nächsten Tag ging es mit dem Buschflieger nach Awarradam. Die Lodge, die Guides von METS, die Natur, die Vögel, das Programm – also wirklich alles – wunderschön! Man besucht Dörfer, macht eine Dschungelwanderung, schwimmt im Fluss, geht angeln (auch wenn man nichts fängt :-)) – die pure Erholung in einer komplett anderen Welt. Da will man eigentlich gar nicht zurück in diese laute, heiße Stadt! Und schon gar nicht wieder am Wochenende, wenn sie ganz besonders laut ist.

Paddeltour auf dem Brokopondo-Stausee

Samstags machten wir dann den Paddelausflug, der die geplante Fahrradtour ersetzte. Hierzu wurden wir bereits um 7 Uhr abgeholt und fuhren zum Brokopondo Stausee. Das war zwar eine ziemliche Fahrerei, aber dabei sieht man ja auch viel vom Land. Mein Mann wäre lieber auf kleinen, fließenden Gewässern gepaddelt, aber der Stausee war schon sehr interessant. Und sehr heiß!

Auf dem Rückweg wollte unser Guide auf dem Palulu Campingplatz, nicht weit vom Flughafen, noch eine Pause machen, um Wassermelone zu essen und in einem Creek zu schwimmen. Der Inhaber/Pächter (?) ist sein Neffe. Das ist ein wunderschöner Platz, mitten im Dschungel. So konnten wir bei Einbruch der Dunkelheit mitten im Dschungel, aber ganz in der Nähe der Zivilisation, in einem Creek schwimmen – wirklich ein Erlebnis und sehr erfrischend!

Am Sonntag wurden wir dann wieder von Giovanni von Paramaribo aus zu einem Ausflug zur Jodensavanne und zum Cola Creek abgeholt! Der Cola Creek ist eine Art Naherholungsgebiet für die Einheimischen, hier gibt es kein Programm, der Besuch dient komplett der Entspannung.

Regenwaldtour bei Palumeu mit Kasikasima Jungel Expedition

Dann ging es wieder mit dem Flieger in den Dschungel, nach Palumeu. Es hieß, wir würden um 9.45 Uhr im Hotel abgeholt. Nachdem ich dann zweimal bei METS angerufen hatte, kam der Bus um 10.30 Uhr – was aber immer noch locker früh genug war, weil für diesen kurzen Transfer (15 Minuten) offensichtlich sehr viel Zeit eingeplant wird.

Ursprünglich war geplant, dass wir die erste und die letzte Nacht in der Lodge schlafen, am zweiten Tag mit dem Boot weiterfahren, 2 Nächte in einem Hängematten-Camp übernachten und auf den Berg Kasikasima wandern. Als wir ankamen, wurden wir jedoch direkt in Empfang genommen und darüber informiert, dass wir gleich aufbrechen, weil die Bootsfahrt für einen Tag eigentlich zu lang ist (was absolut stimmt).

Und außerdem sei die Lodge sowieso ausgebucht (???). Wir hatten dann kurz Zeit, unsere Sachen zu sortieren und Mittag zu essen, dann ging es schon los. Abends waren wir dann in einem sehr einfachen Camp und am nächsten Tag ging es weiter zum „Endziel“. Die Fahrt mit dem Boot auf diesem Fluss ist ein echtes Abenteuer, die Einheimischen kennen jeden Stein, jede Stromschnelle und manövrieren geschickt hindurch. Und ich bin echt überrascht, wie gut man in einer Hängematte schläft!

Mit herrlichen Ausblicken auf den Regenwald zu unseren Füßen wurden wir bei der Kasikasima Jungle Expedition belohnt.

Die Wanderung auf den Mount Kasikasima ist schon – vor allem am Ende – ziemlich anstrengend (zumindest habe ich das so empfunden), der Rest meiner Familie hatte keine Probleme damit. Es ist zwar die meiste Zeit schattig, da der Weg größtenteils durch den Wald geht, aber die Luftfeuchtigkeit ist hoch und man muss schon ein paar Höhenmeter überwinden, zum Teil recht steil… Aber der Blick von oben (504 m über NN) ist umwerfend.

Die Rückfahrt zur Lodge im Boot stromabwärts haben wir dann an einem Tag gemacht, und das in der heißen Sonne auf harten Holzbänken reichte dann wirklich, obwohl wir mindestens eine Stunde schneller waren, als stromaufwärts. In der Lodge bildeten wir dann von den anderen Gästen, die die ganze Zeit in der Lodge geblieben waren, eine eigene Gruppe. Die Guides (Einheimische), die mit uns im Boot zurückgekommen waren, aßen mit uns und machten mit uns einen Rundgang durch das Dorf.

Am nächsten Morgen machten wir noch eine Bootfahrt in den Sonnenaufgang. Die hier lebenden Amerindians sind sehr zurückhaltend, Kontakt hatten wir hauptsächlich über den „Chef-Guide“ Julius, und dieser besteht auch weiterhin!

Alles in Allem wären wir unglaublich gerne länger hier geblieben, denn auch in dieser Lodge passte alles: die Atmosphäre, die Menschen, die Natur!

Delfintour bei Paramaribo

Nach der Rückkehr ins Hotel in Paramaribo lag an der Rezeption keine Information zur Abholung zur „Delfintour“ für uns vor. Auf Nachfrage durch die Hotelmitarbeiterin erfuhren wir dann, dass wir eine knappe Stunde nach unserer Ankunft schon wieder abgeholt würden.

Die Bootsfahrt war dann wirklich wunderschön: das Wetter gegen Abend war angenehm, das Licht war toll und ein paar Delfine konnten wir auch sehen. Außerdem besuchten wir ein sehr hübsches javanesisches Dorf. Die Tour entsprach nicht ganz der Beschreibung (sie war kürzer, wir waren nicht an der Flussmündung und nicht bei der Plantage), reichte uns aber völlig aus.

Ausflug zum Brownsberg Naturpark

Am letzten Tag wurden wir dann bereits um 6.50 Uhr abgeholt (was unsere Kinder nicht so toll fanden) und fuhren in den Brownsberg Nationalpark. Der Guide war wirklich sehr nett und gab sich viel Mühe. Wir konnten diverse Tiere beobachten und hatten einen schönen Blick auf den Brokopondo Stausee. Aber der Ausflug an sich war kein echtes Highlight unserer Reise. Wir führen das darauf zurück, dass wir durch die beiden Dschungeltouren zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich „verdorben“ waren.

Sonntags gingen wir nochmals in der Stadt spazieren, schauten uns den Palmengarten und einen Kunsthandwerkmarkt an. Wir wurden bereits vor 17 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht, wo wir dann die Zeit von 18 Uhr bis zum Abflug um 22.20 Uhr überbrücken mussten. Eine halbe Stunde (oder mehr) später hätte auch gereicht, aber vermutlich wollte man wegen des Verkehrs kein Risiko eingehen.

Tipps/Anmerkungen:

Suriname Regenwald mit Stromschnellen bei den Flüssen

Hier sieht man die typischen Stromschnellen an den Flüssen im Regenwald.

  • Eine sehr lohnenswerte Reise für Leute mit etwas Abenteuergeist, nichts für „Pauschaltouristen“, aber auch nicht riskant.
  • Auch unsere Töchter, 17 und 15 Jahre, waren von der Reise begeistert. Da sie die einzigen Jugendlichen unter den Touristen waren, gaben sich alle besondere Mühe, die beiden zu „bespaßen“: Wasserball im Fluss in Awarradam, Fahrt auf dem Jeep-Dach auf dem Weg zum Paddeln, Geschenke in Palumeu… Kinder/Jugendliche, die nicht empfindlich sind, kommen voll auf ihre Kosten. Und man hat zu keiner Zeit ein Gefühl von Unsicherheit!
  • Der Kasikasima-Trip ist wirklich wunderschön und ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst, aber auch ein bisschen anstrengend. Luxus wird hier anders definiert: unberührte Natur, völlige Ruhe und ein unglaublicher Sternenhimmel.
  • Grundsätzlich ist es in den Lodges im Landesinneren viel angenehmer, als in der Stadt: das Klima, die Menschen, die Natur. Man steigt aus dem Flieger und ist in einer anderen Welt.
  • Alle Guides waren sehr nett, kompetent, und sehr bemüht, dass alles gut lief. Man merkte, dass sie stolz sind auf ihr Land und glücklich, wenn sie dies mit interessierten Touristen teilen dürfen.
  • Für die Transfers wird immer sehr viel Puffer eingebaut, also keine Panik, wenn die Abholung nicht pünktlich kommt.
  • Es ist unnötig, US-$ mitzunehmen. Man kann überall mit SRD bezahlen.
  • Regenjacken sind in der Trockenzeit völlig überflüssig – und sowieso viel zu warm. Wir haben am letzten Tag ca. 5 Regentropfen abbekommen. Man sagte uns, wenn es regnet, wäre das zwar u. U. heftig, nach 5 bis 15 Minuten aber wieder vorbei … Ein Regenschirm ist aber trotzdem hilfreich, nämlich als Sonnenschutz, was hier nicht unüblich ist.
  • Am besten sehr viele Kurzarm-T-Shirts, sehr leichte Langarm-Oberteile (Blusen/Hemden) mitnehmen, dünne lange und kurze Hosen. Vor allem LEICHT! Es ist auch nachts sehr, sehr warm – die langen Sachen zieht man nur wegen der Ameisen oder Mücken an, sicherlich nicht, weil man friert …
  • Eine Kontrolle der Impfpässe gab es bei uns nicht. Laut Tropeninstitut ist die Gelbfieber-Impfung jedoch verpflichtend.
  • Die meisten Mücken hatten wir in der Stadt, die aber offiziell malariafrei ist. Ein Guide in Palumeu sagte uns, „malariafrei“ bedeute, es habe in den letzten 25 Jahren keinen Malariafall gegeben. In Suriname habe es seit 20 Jahre keinen gegeben, aber offiziell ist das halt nicht. Ich persönlich würde wahrscheinlich rückblickend die Medikamente für den Notfall als „stand by“ mitnehmen.
  • Unbedingt Sonnenmilch mit hohem LSF und Kopfbedeckung mitnehmen.

September 2019 / Anette Lauer

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