Fauna

Neben den unzähligen Säugetier- und Insektenarten oder Reptilien und Amphibien leben in Panama rund 940 Vogelarten. Das ist mehr als in den USA und Kanada zusammen.

Auffallende und auf jeder Reise anzutreffende Arten sind z B der Braune Pelikan, ein Küstenvogel der trotz seines plumpen Aussehens durch Sturztauchen seine Beute macht.

Die Dohlengrackeln oder im Spanischen Clarinero ( Trompeter ) begleiten die Reisenden in jedem Lebensraum. Es sind elstergroße, schwarze Vögel mit durchdringender Stimme. Sie gehören aber zur Familie der Kazikenvögel, die es in Europa nicht gibt. Auch der Oropendola der auf deutsch Montezuma-Stirnvogel ist Mitglied dieser Familie. Er fällt ebenfalls auf durch seinen ungewöhnlichen Ruf und seine Beutelnester hoch in den Bäumen und in Kolonien. Star der Vogelwelt ist der Quetzal ( Familie Trogone ) aus den Nebelwäldern. Bei den Indianern gilt er als Heiligkeit und Ornithologen aus aller Welt unternehmen Reisen nur um ihn zu sehen.

Weiter fallen Fischertukan, Rabengeier, Kolibris, Papageien wie der Rote Ara oder Amazonen, Vertreter aus den Familie der Reiher und Eisvögel besonders ins Auge.

Dies sollen nur einige Beispiele sein.

Gute Beobachtungsmöglichkeiten für Säugetiere

Die Säugetiere wie Faultier, Gürteltier, Ameisenbär, Nasenbär, Opossum, Baumstachler, Wickelbär, Tapir oder Aguti sind wegen der schon seit langem anhaltenden Naturschutzbemühungen relativ zutraulich und lassen sich gut beobachten. Das gilt ebenfalls für die vier Affenarten, u a den Brüllaffen, eines der lautesten Tiere der Erde. Raubkatzen wie Jaguar, Puma, Otzelot, Koyoten oder Graufüchsen begegnet man seltener. Die Chance einen Jaguar in Panama zu sehen ist sicher nicht höher, als einen Luchs in Deutschland.

Reptilien und Schlangen in üppiger Vielfalt

Der bekannteste Frosch der Landes und bestimmt einer der schönsten überhaupt ist der Rotaugen- Laubfrosch. Pfeilgiftfrösche in vielen Formen faszinieren Naturfreunde.

Unter den Reptilien sind die Spitzkrokodile und Brillenkaimane regelmäßig zu sehen. Auch bis zu sechs Meter lange Exemplare! Ein Zwerg ist der bis zwei Meter lange und sehr häufige Grüne Leguan auch nicht gerade. Aus der gleichen Familie stammt der Helmbasilisk, der auch Jesus Christus- Echse genannt wird, wegen seiner Fähigkeit über das Wasser zu laufen. An der Küsten findet man vier Meeresschidkrötenarten und es finden an den häufig einsamen Küsten zu bestimmten Zeiten Massenanlandungen der Weibchen statt. Vielfältig sind die Schlangenarten: Bekannt sind sicher die Abgottschlange oder Boa Constrictor; immerhin bis 2,5 Meter lang. Spannende Geschichten ranken sich um den Buschmeister. Er ist einer der mit 3,5 Meter größten Giftschlangen. Die Vertreter der Lanzenottern sind ebenfalls giftig. Sehr selten kommt es zu Zwischenfällen und der Verlauf nach einem Biss ist häufig harmloser, als meist dargestellt. Aus der Gruppe der meist ungiftigen und zahlreichen Nattern seien Hühnerfresser, Indigonatter, Mussurana oder Dünnschlange genannt.

Insekten Vielfalt

In Panama, so schätzt man, gibt es rund 300.000 Insektenarten. Das ist unvorstellbar! Spektakulär sind die Schmetterlinge mit dem Bauen Morpho oder den Helikonienfaltern. Heuschrecken und Gottesanbeterinnen erreichen beachtliche Grössen. Es gibt mehrere Vogelspinnenarten und auch Skorpione, deren Giftigkeit nicht mit den der in Nordafrika beheimateten Skorpionen vergleichbar ist.

Meeresbewohner

Auch unter Wasser wirds nicht langweilig: An den Küsten herrscht die ganze Vielfalt von Korallenriffen vor und auch in den Süßgewässern gibt es interessante Fischarten wie Buntbarsche oder Saugwelse.

Diese kurze Beschreibung der Tierwelt kann aber nur einige wenige Beispiele nennen für den enormen Reichtum.

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