Cuyabeno Reservat im Amazonasbecken

Datum, 04.11.2014 | Stefanie Lange

Das Cuyabeno Reservat nimmt eine Fläche von etwa 6.660 km² Regenwald ein und liegt im Norden des ecuadorianischen Amazonasbeckens. Das Schutzgebiet grenzt im Norden an Kolumbien und im Osten an Peru. Das Schutzgebiet beheimatet einen unglaublichen Artenreichtum mit Affen, Flussdelfinen, Kaimanen, Tapiren, Taranteln und Schopfhühnern, um nur einige Beispiele zu nennen.

Cuyabeno Reservat

Kanuwandern im Cuyabeno Reservat

Lago Agrio – Das Tor zum Cuyabeno Reservat

Die kleine tropische Stadt ist Ausgangspunkt für Touren ins Cuyabeno Reservat. Hier kommt man zum Beispiel mit dem Bus aus Quito oder Coca am Rio Napo an oder auch mit dem Flugzeug aus der Hauptstadt. Noch nicht einmal ein halbes Jahrhundert ist es her, dass sich an dieser Stelle nichts weiter als ausgedehnter Regenwald befand. Dann kamen die Ölfirmen. Der Ort ist daher heute eine von der Ölförderung dominierter Ort. Seit 1972 findet hier Ölförderung im großen Stil statt, nachteilig vor allem für die indigenen Stämme der Region.

Wer hier einen Tag verbringt, kann zum Parque Nueva Loja gehen, um einen Blick auf den Sekundär-Regenwald zu werfen und einige Tierbeobachtungen zu machen. So leben hier zum Beispiel Affen und einige Nagetiere. Außerhalb des Ortes lockt der Parque Ecologico, eine Lagune mit Regenwaldbestand. Auch hier kann man Tiere beobachten und eine Bootstour unternehmen.

Wir möchten Ihnen im folgenden Einige Lodges vorstellen, die man für einen vier- oder fünftägigen Aufenthalt buchen kann.

Siona Lodge

Die Siona Lodge liegt sehr idyllisch und tief eingebettet im Amazosdschungel am Ufer der Challuacocha Lagune. Die Lodge kann bis zu 20 Personen in vier gemütlichen privaten Gästehütten beherbergen. Jede Hütte verfügt über zwei Schlafzimmer mit Doppelbett, die jeweils ihr eigenes Badezimmer mit Dusche besitzen. Die großen Balkone mit Hängematte und Klubsesseln laden zum Entspannen und Genießen Ihrer Umgebung ein.

4 Tage / 3 Nächte gibt es für 330,- Euro pro Person ab/bis Lago Agrio

5 Tage / 4 Nächte gibt es für 420,- Euro pro Person ab/bis Lago Agrio

Jamu Lodge

Die Jamu Lodge befindet sich ebenfalls im Cuyabeno Reservat mit seinen unzähligen Lagunen, Flüssen und überfluteten Wälder. Im immerfeucht tropischen Regenwald können Reisende Süsswasserdelfine, Kaimane, Anakondas, Affen und die berüchtigten Piranhas ausfindig machen. Und die Vogelwelt mit über 500 Arten ist sehr beeindruckend. Die Jamu Lodge wird durch Solarenergie versorgt und mit Kerzen beleuchtet. Sie verfügt über komfortable Strohdach-Cabañas mit jeweils 2 bis 4 Zimmern und Privatbad sowie Warmwasser. Im Restaurant sorgt ein täglich wechselndes Menü für den kulinarischen Genuss. Es stehen ecuadorianische und internationale Gerichte auf dem Programm.

4 Tage / 3 Nächte gibt es für 250,- Euro pro Person ab/bis Lago Agrio

5 Tage / 4 Nächte gibt es für 290,- Euro pro Person ab/bis Lago Agrio

Magic River Lodge

Die Reise zur Magic River Lodge ist ganz speziell den Naturliebhabern und Paddelfreunden gewidmet. Reisende entdecken diese faszinierende Region auf die natürlichste und abenteuerlichste Art und Weise: Paddelnd im Kanadier und zu Fuß auf kleinen Dschungelpfaden. Hier könnenSie die Geräuschkulisse des Regenwaldes genießen und haben die Möglichkeit, Papageien, Tukane, Affen, Piranhas, Süßwasserdelfine, Anakondas und Kaimane zu beobachten.

Was sollte man hierbei wissen? Die erste Nacht schläft man noch nicht in der Lodge, sondern zeltet im Regenwald.Vor Beginn der Tour erhält jeder ein Paar Gummistiefel geliehen. Zelte werden für einen aufgebaut, dünne Matrazen und Laken werden gestellt, ein Handtuch sollte man selbst dabei haben. Im Camp gibt es keine hygienischen Einrichtungen. Das heißt, wenn man aufs „Klo“ muss, geht man mit der Schaufel in den Regenwald, gräbt sich ein Loch und wirft sein Toilettenpapier, wenn man welches benutzt hat, anschließend in einen vorgesehenen Müllbeutel.

Thema Trinken: Der Guide wird Ihnen raten, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das mag in der Wärme auch richtig sein. Man sollte jedoch bedenken, dass man am ersten Tag ca. 4 Stunden paddelt und es eigentlich keine Toilettenpause gibt und am zweiten Tag paddelt man sogar noch etwas länger und ist dann erst nach ca. 5 Stunden in der Magic River Lodge. Ich habe mir das Trinken da lieber ein wenig verkniffen, um nicht in Not zu geraten. Die Vorstellung, ich muss mein Hinterteil über den Kanadier-Rand hängen, war irgendwie nicht so schön. Aber vielleicht gibt es ja irgendwo doch ein Stück weniger bewuchertes Ufer, wo man notfalls mal austreten kann. Ich war froh, dass ich danach nicht suchen musste 🙂

Selbst erlebt: Da ich die Tour selbst gemacht habe und sehr begeistert war, möchte ich sie Ihnen gerne empfehlen. Man sollte aber dazu sagen, dass sie nur für Leute geeignet ist, die auf Luxus verzichten können, die es auch mal rustikal mögen und denen es nichts ausmacht, sich nach einer schweißtreibenden Paddeltour anfangs nur im Fluss waschen zu können und fürs „Geschäft“ eben in den Wald gehen zu müssen. Ansonsten erwartet Sie eine großartige Paddeltour, wo eben kein Motor die Tiere verscheucht. Man ist auch mal mit dem Motorkanu unterwegs, aber eben auch mit den Kanadiern.

Kritik: Was mir nicht so gefallen hat, war der Besuch in einer Siona Gemeinde. Da kann man Manjok ernten, verarbeiten und Brot backen, erfährt aber wenig über die Leute. Da hier bei den Touren jedoch unterschiedliche Gemeinden besucht werden, kann ich einfach Pech gehabt haben. Andere haben mir auch schon erzählt, dass sie es sehr schön in der Gemeinde fanden. Und was man sich wirklich sparen kann, ist der Besuch beim Schamanen, der den ganzen Tag über kleine Touristengruppen empfängt und Zeremonien veranstaltet. Da hat man den Eindruck, dass das Authentische einfach verloren gegangen ist. Aber wen der Schamanismus interessiert, der bekommt hier Gelegenheit, Fragen zu stellen zu allen Themen und das Leben eines Schamanen.

5 Tage / 4 Nächte gibt es für 330,- Euro pro Person ab/bis Lago Agrio

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