Geographie und Landschaften sowie Tipps zu den Regionen

Chile beeindruckt durch seine vielfältigen Landschaftsformen. Mehr als 3.400 km sind es von Arica im Norden bis zur Südspitze Feuerlands bei einer durchschnittlichen Breite von ca. 180 km. Aufgrund der enormen Nord-Südausdehnung finden Sie in Chile Vulkane, Wüsten, Urwälder, Fjorde, Flüsse und Eis.

Im Westen grenzt das Land an den Pazifik, und im Osten sind die bis zu 7.000 m hohen Anden die natürliche Grenze zu Argentinien und Bolivien. Im Norden von Chile liegt Peru. Die Grenze zu Argentinien am patagonischen Inlandseis  ist noch immer umstritten bei Chilenen und Argentiniern. Das Gleiche gilt für die Grenzlinie in der Antarktis, wo jeder möglichst viel des rohstoffreichen Erdteils für sich beanspruchen möchte.

Chile kann in fünf Gebiete unterteilt werden. Hierzu zählen der Große und der Kleine Norden, die Zentralzone sowie der Kleine und der Große Süden. In jedem dieser Gebiete herrschen eigene klimatische und geographische Besonderheiten vor.

Der Große Norden

Der Große Norden umfasst die nördlichen Regionen Tarapacá (Regionen I) und Antofagasta (Regionen II) sowie die Provinz Chañaral (Teil der Region III – Atacama) und nimmt damit fast ein Viertel des Landes ein. Die Region besteht vorwiegend aus Wüsten, Dünen, braun-grauen Stein- und Sandflächen sowie steilen Hängen hinauf zu den Andengipfeln. Der Große Norden wird von der Atacama Wüste geprägt, der trockensten Wüste der Erde. Hier kann es tagsüber sehr warm werden, während es sich nachts dagegen empfindlich abkühlt. Es regnet so gut wie nie, da die Wüste im Regenschatten der Andenkette liegt. Von Osten her wehen trockene Winde und von der Küste her verhindert der kalte Humboldtstrom die Bildung von Regenwolken. Trotz der Wasserarmut ließen sich frühzeitig verschiedene Völker an den wenigen Oasen nieder. Später war das Gebiet einige Zeit Teil des Inka Reiches. Nach dessen Zerfall kam die Wüste im 16. Jh. unter spanische Herrschaft. Aufgrund des sehr trockenen Klimas befinden sich heute verschiedene Sternwarten in dieser Region. Die wichtigsten Städte befinden sich an der Küste: Arica, Iquique und Antofagasta.

Tipps für den Norden:

  • Arica ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Lauca Nationalpark, der landschaftlich sehr beeindruckend ist.
  • In Iquique lohnt es sich ein wenig zu verweilen, wenn Sie ein paar Tage am Strand ausspannen möchten.
  • In der Region Antofagasta liegt die Wüstenstadt San Pedro de Atacama – ein Muss, wenn man den Norden besucht, denn Sie können Ausflüge zu den Tatio Geysiren machen oder den Sonnenuntergang im Tal des Mondes genießen.

Touren, wo Sie den Großen Norden entdecken können:

  • Chile / Bolivien / Peru – Anden-Dreieck (Individualreise)
  • Arica & Lauca Nationalpark (Reisebaustein)
  • Atacama Wüste & San Pedro (Reisebaustein)
  • Highlights Nordchile (Mietwagenreise)
  • Atacama Wüste & Nordargentinien (Mietwagenreise)
  • Chile Reise – Natur Pur (Individualreise auf Zubucherbasis)
  • Chile – Reise auf Augenhöhe (Individualreise auf Zubucherbasis)
  • Der Kleine Norden

Der Kleine Norden umfasst die Regionen Atacama (Region III), Coquimbo (Region IV) und einen Teil der V. Region Valparaíso. Diese Region beginnt südlich von Antofagasta und reicht hinunter bis zum Río Aconcagua, der ca. 10 km nördlich von Viña del Mar ins Meer mündet. Desto weiter südlich man kommt, desto mehr Niederschläge sind zu verzeichnen. Ein Wechsel im Landschaftsbild  und bei der Vegetation kann hier also beobachtet werden. Die Vollwüste des Großen Nordens wird hier langsam zur Strauch- und Sukkulentenwüste, gen Süden wird die Vegetation immer dichter, bis sie schließlich in ein wechselfeucht-subtropisches Klima in Zentralchile übergeht.

Tipp: Es lohnt sich ein Besuch von La Serena, die durch ihren Kolonialstil besticht. Östlich der Stadt befindet sich das Valle Elquí, welches das nördlichste Weinanbaugebiet Chiles ist.

Tour, auf der Sie den Kleinen Norden besuchen können:

Kleiner Norden (Mietwagenreise)

Die Zentralzone

Die Zentralzone zählt zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Chiles. Zu ihr zählen die      V. Region Valparaíso, die Region Metropolitana (Region um die Hauptstadt Santiago), die      VI. Region Libertador General O’Higgins, die VII. Region Maule sowie Teil der VIII. Region Biobío. Wie im Kleinen Norden nehmen die Niederschläge auch in diesem Landesteil von Norden nach Süden zu und es herrscht ein mediterranes Klima. Zwischen der Küsten- und Hochkordillere befinden sich fruchtbare Täler, in denen meist Obst und Wein angebaut werden. Im Osten erhebt sich der gewaltige Aconcagua, dessen Gipfel (6.959 m) jedoch auf argentinischer Seite liegt.

Tipps zur Zentralzone:

  • Die Zentralregion ist ein Paradies für Weinliebhaber. Es gibt unzählige kleine und größere Weingüter, die besucht werden können.
  • Des Weiteren können Sie am Meer in Viña del Mar am Strand entspannen oder auf den Spuren Pablo Nerudas in Valparaíso wandeln.

Touren, bei denen Sie das Zentraltal bereisen:

Weintäler, Anden & Pazifik (Mietwagenreise)
Authentisch Reisen – Zwischen Anden & Pazifik (Mietwagenreise)

Der Kleine Süden

Der Kleine Süden beginnt bei Concepción und erstreckt sich bis nach Puerto Montt  und dem Kanal von Chacao, welcher die Insel Chiloé vom Festland trennt. Zu diesem Gebiet gehören die Regionen Biobío (VIII. Region), Araucanía (IX. Region) und Los Lagos (X. Region). Diese regenreiche Gegend mit seinen Seen, Flüssen und schneebedeckten Vulkangipfeln war einst das Siedlungsgebiet der Mapuche-Indianer und ist heute ein beliebtes Reiseziel in Chile.

Tipps zum Kleinen Süden:

  • Übernachten Sie in Puerto Varas. Die „Stadt der Rosen“ ist ein guter Ausgangspunkt, um die vielen Nationalparks in der Umgebung zu erkunden.
  • Von Puerto Montt lohnt es sich, nach Argentinien zu fahren. Es gibt 1- und 2-Tagestouren über die Anden. Danach können Sie sich die „argentinische Schweiz“ um San Carlos de Bariloche ansehen.

Touren, um den Kleinen Süden zu bereisen:

  • Chile Highlights (Individualreise)
  • Die Seenregion um Puerto Varas (Reisebaustein)
  • Nationalpark Vicente Pérez Rosales (Reisebaustein)
  • Chilenische Seenregion (Mietwagenreise)
  • Seenregion Chile & Argentinien (Mietwagenreise)
  • Nördliche Carretera Austral (Mietwagenreise)
  • Südliche Carretera Austral (Mietwagenreise)
  • Carretera Austral, Ruta 40 & Torres del Paine (Mietwagenreise)
  • Chile Reise – Natur Pur (Individualreise auf Zubucherbasis)
  • Chile – Reise auf Augenhöhe (Individualreise auf Zubucherbasis)
  • Navimag: Puerto Montt – Puerto Natales (Kreuzfahrt)

Der Große Süden

Der Große Süden reicht von Puerto Montt bis hinunter nach Feuerland und nimmt somit fast ein Drittel des Landes ein. Gletscher und Eis, Flüsse, Seen, Fjorde, tausende kleiner Inseln und Urwälder geben diesem Teil des Landes ein kontrastreiches Erscheinungsbild. Die wichtigsten Städte sind Coyhaique, die Hauptstadt der XI. Region Aisén sowie Punta Arenas, Hauptstadt der XII. Region Magallanes. Durch das eher raue Klima ist dieser Landesteil dünn besiedelt und die Verkehrsanbindung ist daher schlecht. Nur die bekannte Caretera Austral führt mehr als 1.000 km nach Süden. Die südlichste Region Magallanes ist durch das patagonische Inlandeis vom Rest des Landes abgeschlossen und nur per Flugzeug, Schiff über den Pazifik oder auf dem Landweg durch Argentinien erreichbar. Feuerland wird durch die Magellanstraße vom Festland getrennt und gehört zu Hälfte auch Argentinien. Porvenir bildet die einzige Siedlung in diesem Landesteil.

Tipp: Wer nach Punta Arenas reist, sollte es nicht verpassen, den Torres del Paine Nationalpark zu besuchen. Hier können Sie eigenständig Wanderungen unternehmen. Die Hosterías bieten auch geführte Ausflüge an, die direkt vor Ort gebucht werden können.

Touren, um den Großen Süden kennenzulernen:

Chile Highlights (Individualreise)
Faszination Torres del Paine (Reisebaustein)
Trekking Torres del Paine Nationalpark (Reisebaustein)
Carretera Austral, Ruta 40 & Torres del Paine (Mietwagenreise)
Patagonien – Chile & Argentinien (Mietwagenreise)
Via Australis & Stella Australis (Kreuzfahrt Punta Arenas – Ushuaia)
Navimag: Puerto Natales – Puerto Montt (Kreuzfahrt)

Antarktis

Chile ist eines von sieben Ländern der Erde, sowohl in der nördlichen als auch in der südlichen Hemisphäre, die Teile der Antarktis als ihr nationales Territorium beanspruchen. Aber der Vertrag, der 1959 unterschrieben wurde, beschützt den Kontinent und seine umliegenden Inseln vor der Ausbeutung von Mineralien und hebt somit den Anspruch auf Eigentum wieder auf. Die Antarktis ist ein Erdteil der Extreme – ein Zielgebiet, das alle begeistert, die sich auf eine abenteuerliche Reise in dieses faszinierende Naturreservat begeben.

Die Antarktis verspricht dem Reisenden eine unvergessliche Erfahrung bei seiner Suche nach einer außergewöhnlichen Umgebung. Den Besucher erwarten beeindruckende Schönheit, unwirkliche Farben, die sich im Eis reflektieren, ein Wildleben in voller Pracht und hervorragende Orten zum Besuchen.

Das Wildleben der Antarktis ist einzigartig. Aufgrund der Tatsache, dass in der Antarktis nie gejagt wurde, sind Tiere oft ohne Scheu vor dem Menschen und „fasziniert“ von ihrer Anwesenheit. Die Möglichkeit, zwischen tausenden von Pinguinen und Seelöwen hindurch zu wandern macht die Antarktis zu einem Paradies für Fotografen.

Um die Antarktis kennenzulernen, unternehmen Sie am besten eine Antarktis Kreuzfahrt!

Lesen Sie mehr über Chile – in unserem Reisemagazin:

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