Fauna

Mit einer fantastischen Fauna wartet Brasilien auf, denn hier sind mehr Tiere beheimatet als in jedem anderen Land unserer Erde. Über 500 Säugetierarten, 1.700 Vogelarten, 3.000 Wirbeltierarten, 3.000 Vogelarten und 450 Reptilienarten haben in Brasilien ihren natürlichen Lebensraum. Aufgrund seiner unterschiedlichen Landschaftsformen, Klimazonen und großen Küste ist Brasilien daher ein wahres Tierparadies!

Einzigartige Tierwelt im Pantanal

Besonders das Feuchtgebiet des Pantanals, das mit einer Fläche von rund 230.000 Quadratkilometern in etwa so groß ist wie Rumänien, ist ein wahres Paradies für Tierbeobachtungen. Zu den rund 130 Säugetierarten, die im Pantanal leben, zählen Jaguare, Pumas, Ozelots, Flachlandtapire, Faultiere, Ameisenbären, Riesenotter und mehrere Affenarten. Die ebenfalls im Pantanal beheimateten Wasserschweine Capybaras sind als die größten Nager der Welt bekannt und können ein Gewicht von bis zu 70 Kg auf die Waage bringen. Prominente Bewohner des Pantanals sind außerdem die Brillenkaimane, die zu Millionen das Sumpfgebiet bevölkern. Die bis zu 2,7 Meter langen Alligatoren sind nachtaktive Räuber. Tagsüber ruhen sie gut getarnt unter Pflanzen am Flussufer.

Besonders für Ornithologen ist das Pantanal ein herausragendes Reiseziel. Im Pantanal leben mehr verschiedene Vogelarten als in ganz Europa. Vorsichtige Schätzungen gehen von rund 650 Vogelarten aus. Kundige Ornithologen vermuten jedoch, das diese Zahl noch deutlich höher liegen könnte. Symbol des Pantanals ist der Storchenvogel Jabirú, der nach dem Andenkondor und dem kalifornischen Kondor drittgrößte flugfähige Vogel Lateinamerikas. Daneben leben im Pantanal zahlreiche Wasser- und Stelzvögel wie weiße Ibisse, Silber- und Blaureiher, grüne Sittiche und Fasane. Auch Rebhühner, Wachteln, Wildenten und der flugunfähige Laufvogel Nandu können bei einer Reise durchs Pantanal beobachtet werden. Von besonderer Schönheit sind die Hyazinth-Aras, die bis zu 1,5 kg schwer werden können.

Artenvielfalt im Amazonas

Das Regenwaldgebiet am Amazonas ist aus ornithologischer Sicht eine weitere hochinteressante Reisedestination in Brasilien. Zu den über 1.000 Vogelarten, die im brasilianischen Amazonasgebiet leben, zählen Singvögel wie der Glockenvogel Araponga und die Rotbauchdrossel, verschiedene Geier- und Falkenarten sowie Aras, Kolibris und Tukane.

Als Beispiele für die zahlreichen Insektenarten im Amazonasregenwald sind die Gespenstheuschrecken, deren Äußeres an vertrocknetes Laub erinnert, sowie die Termiten zu nennen. Termiten schließen sich zu arbeitsteiligen Kolonien zusammen, die mehrere Millionen Individuen umfassen können. Ein Teil der Kolonie ist mit der Nahrungsbeschaffung beauftragt, während eine andere Gruppe die Aufgabe hat, die Kolonie gegen natürliche Feinde zu verteidigen. Weitere faszinierende Bewohner des Regenwalds am brasilianischen Amazonas sind die Blattschneiderameisen. Die Blattschneiderameisen verarbeiten das Laub der Amazonasbäume zu einem Brei. Auf diesem Brei gedeihen Pilze, die wiederum als Nahrung der Ameisen dienen.

Zu den am Amazons beheimateten Amphibienarten zählen der grüne Laubfrosch, Erdkröten und Giftfrösche, die mit einem intensiv leuchtenden Farbgewand vor ihrer Toxizität warnen. Das Gift des Frosches Kambô gilt bei den brasilianischen Urvölkern als Heilmittel gegen Tropenkrankheiten wie Malaria und Gelbfieber. Das brasilianische Amazonasgebiet dient auch verschiedenen Riesenschlangenarten wie Anakondas und Boas als Lebensraum. Die Gefahr, bei einer geführten Amazonastour mit einem erfahrenen Guide von einer Schlange oder einer anderen giftigen Tierart gebissen zu werden, ist jedoch schwindend gering. In über 20 Jahren, in denen wir zahlreiche Reisen in die Regenwaldgebiete Lateinamerikas organisiert haben, trat kein einziges Mal der Fall auf, dass ein Teilnehmer von einem giftigen Tier angegriffen wurde.

Obwohl die Artenvielzahl an Säugetieren im Amazonas recht groß ist, stehen die Chancen, diese in den dichten Wäldern zu sichten, deutlich geringer als in der Sumpflandschaft des Pantanals. Um Affen, Faultiere, Nasenbären oder gar einen Jaguar zu Gesicht zu bekommen, braucht es im Amazonasregenwald eine gute Portion Glück. Oft kann man jedoch Brüllaffen und andere Säugetiere im Dschungel hören. Bei Nachtausflügen mit dem Boot können häufig Kaimane beobachtet werden.

Prominentester Vertreter der Unterwasserwelt im Amazonasgebiet ist der Piraña mit seinem scharfen Gebiss. Nicht minder beeindruckend ist der Raubfisch Arowana, der sich von Insekten, Reptilien und Amphibien ernährt. Um seine Beute zu fangen, kann der Arowana eine beachtliche Sprungweite von bis zu 2 Metern zurücklegen. Größter bekanntester Süßwasserfisch im Amazonasgebiet ist der Pirarucú, der eine beeindruckende Länge von 3 Metern sowie ein stattliches Gewicht von bis zu 100 Kg erreichen kann. Daneben sind noch rund 2.000 andere Fischarten im mächtigen Amazonasstrom und seinen Seitenarmen beheimatet.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Beobachtung von Amazonasdelfinen, die zur Familie Zahnwale zählen. Amazonasdelfine leben in unterschiedlichen Gewässern wie Seen, Bächen oder Flussläufen. Je nach Alter schimmert Haut des Flussdelfins in einem grauen oder rosaroten Farbton. Rundschwanzseekühe, auch unter dem Namen Manati bekannt, können ebenfalls im Rio Amazonas und in einigen Amazonaszuflüssen beobachtet werden.

Iguazu Wasserfälle im Drei-Länder-Eck Brasilien-Argentinien-Paraguay

Der Nationalpark Iguazu im Grenzgebiet zu Argentinien ist nicht nur landschaftlich eine der herausragenden Sehenswürdigkeiten Brasiliens, sondern hat auch in puncto Fauna einiges zu bieten. Besonders schön anzuschauen sind die exotisch bunten Schmetterlinge, von denen mehrere Hundert Arten im Gebiet um die Iguazu Wasserfälle beheimatet sind. Waschbären, Nasenbären, südamerikanische Fischotter, Pumas, Glattstirnkaimane und Langschwanzkatzen zählen ebenso zu den Dschungelbewohnern im Iguazu Nationalpark. Faszinierendster Vertreter der Vogelwelt ist der Greifvogel Harpyie. Die Flügelspannweite des Harypies beträgt beeindruckende 2 Meter. Die Beutetiere des Raubvogels sind vor allem Affen und Faultiere. Zu den weiteren rund 400 Vogelarten, die an den Iguazu Wasserfällen leben, zählen Aras, Tukane und Kolibris. Lohnenswert ist ein Besuch im Vogelpark „Parque de Aves“. Interessierte Besucher können hier über 800 südamerikanische Vogelarten wie Flamingos, Hokkahühner und Goldsittiche bestaunen. Außerdem leben verschiedene tropische Schmetterlingsarten, Reptilien, Insekten und Affen im Park.

Schutzgebiet bei der Chapada Diamantina

Im Trekkingparadies Chapada Diamantina waren einst zahlreiche Wildtiere wie Tapire und Ameisenbären beheimatet, die jedoch durch intensive Jagd beinahe ausgerottet wurden. Im heutigen Nationalpark findet man die Meerschweinchenart Mocó, Papageien, Kolibris, Wellensittiche sowie Otter.

Unterwasserwelten: Rio da Prata, Halbinsel Buzios, Abrolhos Archipel, Fernando de Noronha & Ilha Grande

Taucher und Schnorchler werden vom kristallklaren Wasser und einer bunten Fischwelt, wie man sie sonst nur aus dem Aquarium kennt, des Rio da Prata begeistert sein. Der Dschungelfluss nahe der Kleinstadt Bonito in Mato Grosso do Sul lässt sich gut in einer Kombinationsreise mit dem südlichen Pantanal besuchen. Bei einem Tauchgang oder Schnorchel-Ausflug kann man unter anderem Doraden und Mühlsteinsalmler beobachten. Besonders interessant ist es, zuzusehen, wie die Pirapuntanga auf Fruchtreste warten, die von Kapuzineräffchen in den Fluss geworfen werden.

Zu den schönsten Tauchrevieren an der brasilianischen Atlantikküste zählt die Halbinsel Búzios, rund 2 Fahrstunden östlich von Rio de Janeiro gelegen. Búzios ist vor allem für seine Meeresschildkröten-Population bekannt, aber auch Wale und Delfine können hier beobachtet werden.

Eine reiche Unterwasserwelt findet sich auch in Brasiliens einzigem Meeresnationalpark, dem Abrolhos Archipel. In Gebiet des rund 50 Millionen alten Archipel leben knapp hundert verschiedene Fischarten sowie mehrere Arten an Meeresschildkröten: In den Monaten Juni bis Dezember können im Abrolhos Archipel außerdem Buckelwale beobachtet werden.

Als eines der besten Tauchreviere der Welt ist Fernando de Noronha zu nennen. Die Inselgruppe liegt rund 350 Kilometer vom brasilianischen Festland entfernt und ist vulkanischen Ursprungs. Zu den Bewohnern der beeindruckenden Unterwasserwelt von  Fernando de Noronha zählen über 200 tropische Fischarten, Meeresschildkröten und Haie.

Bei Tauchausflügen auf der Ilha Grande können unter anderem Stachelrochen und Zackenbarsche beobachtet werden. Das tropische Festland der Ilha Grande bietet exotischen Tierarten wie Affen, Kolibris und Papageien einen Lebensraum.

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