Eifel - Regionalinformationen

Willkommen auf der Informationsseite zur Region Eifel. Hier finden Sie nützliche Angaben zur Geografie, Klima sowie Flora und Fauna dieses kontrastreichen Landstriches.

Diese Regionalinformationen können nicht den Umfang eines Reiseführers haben. Daher rufen Sie uns einfach an, wenn Sie Fragen haben. Wir beraten Sie gerne!


Geografie

Die Eifel liegt zwischen Aachen im Norden, Trier im Süden und Koblenz im Osten. Sie fällt im Nord-Osten entlang der Linie Aachen  – Düren – Bonn zur Niederrheinischen Bucht ab. Das Rhein- und Moseltal begrenzen die Eifel im Osten und Süden. Richtung Westen geht sie in die Ardennen (Belgien) und das Luxemburger Ösling über. Der höchste Punkt der Eifel ist die Hohe Acht mit 747 m Höhe. Hierbei handelt es sich um einen Vulkankegel. Seit 2004 ist ein Teil der Nordeifel als Nationalpark Eifel unter besonderen Schutz gestellt.


Landschaftsformen

Die Eifel wird als Rumpfhochland bezeichnet und bildet einen Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Die Landschaft hat sich aus Erosion und einer Gebirgshebungsphase zu dem gebildet, was wir heute dort vorfinden. Im Westen befinden sich Bergrücken wie die Schneifel oder das Hohe Venn, im Osten liegt die Hohe Eifel und Vulkaneifel mit Schlackenvulkanen und Basaltkuppen wie der Hohen Acht und dem Ernstberg. Die Flüsse der Eifel wie Our, Kyll, Ahr, Brohr und Ruhr fließen in Mosel, Rhein und Maas und haben den Gebirgszug teilweise tief eingeschnitten. Die gesamte Eifel nimmt eine Fläche von über 5.300 km² ein und wird geographisch in die Nord- und Südeifel unterteilt.


Klima

Die Eifel weist auf das Jahr gesehen relativ hohe Niederschläge auf; die Winter sind mäßig kalt, ausgedehnt und schneereich; die Sommer feucht und kühl. Der Wind weht meist aus West-/ Nordwest. In den Wind- und Regenschatten der Hocheifel ist das Klima relativ trocken und mild. Mit durchschnittlich insgesamt 70 Tagen geschlossener Schneedecke ist die Schneehäufigkeit insgesamt in den Hochlagen relativ groß, allerdings schwankt die Schneehäufigkeit von Jahr zu Jahr. Schneehöhen schwanken im Mittel zwischen 15 cm bis 60 cm. Der Januar ist im Durchschnitt der kälteste Monat mit Temperaturen zwischen −1,5 °C in den Hochlagen, im Gebirgsvorland +1,5 bis 2 °C. Der wärmste Monat ist der Juli.


Wirtschaft

Der Großteil der Eifel gilt als strukturschwaches Gebiet. Große Industrieansiedlungen gibt es kaum, einzig in der Pellenz im Neuwieder Becken ist eine stärkere Industrialisierung vorhanden. Bestimmte Tallagen bieten Raum für landwirtschaftliche Nutzung, jedoch  haben viele Landwirtschaftsbetriebe auf Pferdepension umgestellt, wovon einige als Wanderreitstation Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderreiter inklusive Pferdeversorgung anbieten. Eine umfangreiche Weinwirtschaft findet man an Rhein, Mosel und Ahr sowie in der Witticher Senke. Auch Hopfen und sogar Tabak wird angebaut, in den Hochlagen sind nur Forst- und Milchwirtschaft möglich.

Ein weiterer, noch aktiver Wirtschaftszweig ist der Bergbau. Schiefer, Dachschiefer und Gips werden abgebaut. Des Weiteren gewinnt man Bims, Basalt, Mineralien und vulkanische Kohlensäure. Bekannt sind die vielen Eifler Mineralquellen, die hier aufgrund der vulkanischen Ereignisse häufig vorkommen. Sicher sind Ihnen die größten Abfüller Gerolsteiner und Apollinaris ein Begriff.  Mit Bitburger hat zudem eine der größten deutschen Brauereien ihren Sitz in der Eifel.

Der Tourismus gewinnt wirtschaftlich zunehmend an Bedeutung und wurde insbesondere durch die Nationalparkausweisung in der Rureifel oder eine naturkundliche Infrastruktur in der Vulkaneifel weiter gestärkt. Der Nationalpark Eifel und einige Maare und Seen bilden dabei beliebte Ausflugziele. Im Winter kann man in den Hochlagen Wintersport ausüben. Motorsportfans kommen am Nürburgring auf ihre Kosten. Geologisch interessant ist vor allem die Vulkaneifel mit der Deutschen Vulkanstraße, welche die dem Vulkanismus der Eifel gewidmeten Vulkanparks verbindet. Es gibt viele Aussichtsberge und einige Ferienstraßen.


Tierwelt des Nationalparks Eifel

Zahlreiche große und kleine Tierarten finden in den Laubwäldern des Nationalparks Eifel ein Zuhause, wie zum Beispiel Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Aber auch Mufflons, die einst aus Korsika und Sardinien in Europa eingeführt wurden, halten sich gerne in den Eichenwäldern auf. Der gefährdete Baummarder, das Eichhörnchen und verschiedene Mäusearten gehören zu den kleineren Säugetierarten. Die Wildkatze bekommt man nur äußerst selten zu Gesicht. In Nordrhein-Westfalen gilt sie als vom Aussterben bedroht und kommt nur noch in der Eifel vor. Der Bestand von Luchsen wurde in den letzten Jahren vereinzelt nachgewiesen. Eine dauerhafte Ansiedlung ist jedoch noch nicht bestätigt.

Neben den Säugern bieten die hohen Laubbäume verschiedenen Großvögeln eine Heimat für ihren Nestbau. Zu nennen sind hier Greifvögel wie Mäusebussard, Habicht, Wespenbussard, Rotmilan oder Schwarzmilan. Als stark gefährdet gilt der Schwarzstorch. Kleinere typische Waldvögel sind Waldschnepfen, der Waldlaubsänger, verschiedene Spechte oder der Kleiber. Vom Höhlenbau der Spechte profitieren weitere Tierarten, zum Beispiel die Hohltaube oder verschiedene waldbewohnende Fledermausarten. Im Nationalpark sind es vor allem vier Fledermausarten: das Große Mausohr, die Wasserfledermaus, die Kleine Bartfledermaus und die Zwergfledermaus.

Neben Säugetieren und Vögeln findet man in der Eifel aber auch Amphibien- und Molcharten. Die Erdkröte, Grasfrösche sowie Berg- und Fadenmolche gehören dazu. Sie verstecken sich oft im dichten Laub.


Pflanzenwelt des Eifel Nationalparks

An Baumbestand findet man im Nationalpark Eifel hauptsächlich Buchen, Eichen und gelegentlich Bergahorn. Dazwischen tummeln sich Waldkräuter, Sauer- und Süßgräser sowie zahlreiche Farne. Blütenpflanzen wie den Sauerklee sieht man dagegen eher selten. Je nach Kalkgehalt des Bodens variieren die Bodenpflanzen im weitläufigen Gebiet. Da, wo der Boden kalkreicher ist, sieht man häufiger das blühende Buschwindröschen oder auch Wald-Veilchen. Aufgrund des doch recht feuchten Klimas wurden an manchen Bäumen schon bis zu 50 verschiedene Flechtenarten bestimmt. Besonders auffällig sind die lang herabhängenden Bartflechten.